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Moderne Medizin dank Millionen von Kriegsopfern
Aus 10vor10 vom 13.08.2014.
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Der 1. Weltkrieg Die moderne Medizin entstand im Ersten Weltkrieg

Die Medizin hat im Ersten Weltkrieg viel gelernt – zu einem hohen Preis. Millionen verwundete Soldaten und Zivilisten stellten Ärzte und Schwestern vor immense Herausforderungen. Die damalige Prothesentechnik ist zum Beispiel Vorreiterin heutiger Hightech-Wunder.

Der Erste Weltkrieg und seine Folgen machten in vielen Lebensbereichen Neuentwicklungen notwendig. Deshalb wird der Erste Weltkrieg auch als «Urknall der Moderne» bezeichnet. Unter diesem Titel geht «10vor10» Phänomenen der Modernisierung nach. Zum Beispiel in der Medizin, wo in der Entwicklung von Prothesen enorme Fortschritte gemacht wurden, in der Waffentechnik und der Nahrungsmittelproduktion. Die Sommerserie in der Übersicht:

Urknall der Moderne

  • Die Geburt der modernen Medizin

    Im Ersten Weltkrieg wurden Millionen von Männern verwundet. Diese Tragödie hatte auch eine positive Seite: Die Entwicklung in der Medizin machte einen grossen Schritt. So wurden unter anderem in der Psychiatrie neue Therapien entwickelt. Und die Konstruktion von Prothesen erfuhr einen enormen Schub.

  • Amerikas Aufstieg zum Weltpolizisten

    Spätestens seit dem Krieg im Irak wird die Rolle der USA als selbst ernannter Weltpolizist heftig kritisiert. Diese Debatten lassen vergessen, dass die USA lange sehr isolationistisch handelten und vor allem um das eigene Wohl bekümmert waren. Es war ein innereuropäischer Konflikt, der die USA aufs internationale Tapet brachte – der Erste Weltkrieg.

  • Der erste Krieg der Maschinen

    Der Erste Weltrkrieg markiert einen fundamentalen Wandel in der Kriegsführung. Zum ersten Mal standen sich an den Fronten nicht nur Männer, sondern auch Maschinen gegenüber. Die Briten entwickelten den Kampfpanzer. Die anfangs trägen Schwergewichte wurden zu einer militärischen Erfolgsgeschichte.

  • Urknall der Schweizer Migrationspolitik

    Vor dem Ersten Weltkrieg herrschte in Europa die totale Personenfreizügigkeit. Jeder konnte leben und arbeiten wo er wollte. Doch die enormen Flüchtlingsströme, die der Krieg in Gang setzte, brachten hier eine enorme Änderung. Auch die Schweiz führte plötzlich strenge Ausländergesetze ein.

  • Aufbruch der Frauenbewegungen

    Die Frauen übernahmen im Krieg die Arbeit der Männer, die eingezogen wurden. Die bürgerlichen Frauenvereine witterten damals Morgenluft und hofften, dass den Pflichten, die sie übernahmen, auch politische Rechte folgen würden. In sogenannten «Soldatenstuben» sorgten sie sich um das Wohl der Soldaten. Es sollte die die Geburtsstunde der Kantine sein.

  • Giftgas-Einsätze

    Während des Ersten Weltkrieges setzten die Deutschen als erste Nation Giftgas als moderne Kriegswaffe ein. Damit war ein Tabu gebrochen, mit dessen Folgen wir uns bis heute beschäftigen. Seit 1997 ist die Chemiewaffenkonvention in Kraft. Sie regelt alles, was mit chemischen Waffen zu tun hat. Doch weder damals noch heute ist die Menschheit vor Chemiewaffen sicher.

  • Wenn der Hunger an der Seele nagt

    Auch in der Schweiz litten während der Kriegsjahre viele Menschen unter Nahrungsmittelknappheit. Die Schweiz hat seither immer wieder und intensiv über die Frage der Selbstversorgung diskutiert. In den 50er-Jahren begannen die Bauern auf Menge zu produzieren. Seither hat ein Umdenken eingesetzt. Qualität steht im Vordergrund. Doch die Frage der Selbstversorgung bleibt aktuell.

  • Die Geburt der Kriegspropaganda

    Der Film wird im Ersten Weltkrieg erstmals als Propagandamittel eingesetzt. Der Erste Weltkrieg ist die Geburtsstunde der verfilmten Wochenschau. Mittelmächte und Entente nutzen das neue Genre gnadenlos, um dem Volk ihre jeweilige Sicht der Dinge darzulegen. Die Macher der Propaganda schrecken auch vor gezielter Manipulation nicht zurück. Das ist bis heute so.

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