Yes, we cam: Die schönsten Live-Bilder aus dem Studiogarten

Es war Gartenwoche bei SRF. Im Studiogarten blinzelt eine Webcam in die Sonne. Ein Blatt bewegt sich im Wind. Ein Falter schaukelt vorbei. Slow-TV in Reinkultur – sogar dann, wenn der kleine Holzsteg sich in eine Bühne verwandelt. Fünf bewegte Erinnerungsbilder.

Best of «Das Fenster zum grünen Hof»

    • 1.
      Roman Hosek (Gitarre) & Jodok Hess (Piano)
      Sie wollten, sagen die beiden SRF-Jazzredaktoren unisono, schon immer mal gemeinsam musizieren. Zum Glück haben sie sich dann auch nicht davon abhalten lassen, dass der Steg viel zu schwach ist für das Studioklavier, das doch schon so lange davon träumt, das Tageslicht zu sehen. Zwei Eigenkompositionen, verbunden zu einem leicht verspielten Sommertagstraum. Frei nach dem Motto: Hic Rhodes, hic salta.
    • 2.
      Eva Oertle (Flöte)
      Goldene Flöte, weisser Faun – hier sitzt mehr als jeder Farbton: Eva Oertle tupft, haucht jenen Claude Debussy ins zarte Grün, der die Geschichte des Pan erzählt. Der griechische Gott hatte einst sich in die schöne Syrinx verguckt und stand plötzlich im Schilf. Die Baumnymphe wollte lieber zur Pflanze werden als zu Pans Geliebten. «Nun denn, verwandelte Nymphe», soll der Verschmähte geschnaubt haben. Als er die Schilfrohre abschnitt und mit Wachs zu einem Instrument verband, war die Panflöte geboren.
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      Eva Oertle (Flöte)

      2:32 min, vom 23.5.2016
    • 3.
      Wädi Gysi (Gitarre)
      Er wäre gern mit seinem Trompeter aufgetreten. Doch dann war, wenigstens zu Beginn, ein fieses Nieseln sein treuer Begleiter. Und zwei junge Damen mit roten Regenschirmen sorgten dafür, dass Gysis musikalischer Humor trocken blieb. Rosa Klangwolken, die ins Rostige sich türmen. Zart, aber smart verzerrte Gitarrenklänge. Kein Wunder, bricht die Abendsonne doch noch durch.
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      Wädi Gysi (Gitarre)

      6:54 min, vom 23.5.2016
    • 4.
      Pilu Lydlow (Lesung)
      «Jeder alte Garten ist beseelt», schreibt Hugo von Hofmannsthal in seinem gleichnamigen Text, in dem er nicht den Bock, sondern den Dichter zum Gärtner macht: «Der Gärtner tut mit seinen Sträuchern und Stauden, was der Dichter mit den Worten tut.» Leise, weise Worte. Sie waren auch nicht zu überhören, als ein Flugzeug durch den wolkenlosen Himmel donnerte.
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      Pilu Lydlow (Lesung)

      6:17 min, vom 23.5.2016
    • 5.
      Simon Krebs (Künstler)
      Er war für die letzten Bilder besorgt, für die Schlusspinselstriche unserer Gartenwoche. Und siehe: Da wächst im Garten noch einer heran! Montagsmaler: Den kennen wir. Aber wer hat schon mal einem Sonntagsmaler über die Schultern geschaut?
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      Simon Krebs (Künstler)

      18 min, vom 24.5.2016