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Hugo Ball.
Legende: Hugo Ball. SRF/ Camille Scherrer
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Big Dada Künstler lesen Hugo Balls Dada-Klassiker «Karawane»

Die «Karawane» – ein Gedicht wie ein Paukenschlag. Hugo Ball trug es 1916 im Cabaret Voltaire im Zürcher Niederdorf erstmals vor. Zum Dada-Jubiläum haben verschiedene Künstlerinnen und Künstler den Klassiker neu eingesprochen – von Slampoetin Lara Stoll bis zum Schauspieler Vincent Leittersdorf.

Hugo Balls Worte der «Karawane, Link öffnet in einem neuen Fenster» begrüssten das 20. Jahrhundert. Und befeuerten es zugleich. Denn vernünftiger ist sie nicht geworden, die Welt, seit 1916. Krieg ist eine Realität, wie je. Ebenso wie die weltweite Ungerechtigkeit.

Der Emigrant Hugo Ball sprach sich gegen beides aus in seinen Gedichten. Dies, indem er jener Sprache, in der Worte wie «Krieg» oder «Ungerechtigkeit» ihren Platz finden, eine klare Absage erteilte. Die Dada-Sprache sollte Raum schaffen für Neues. Für Radikales, Leidenschaftliches, Utopisches.

In seinem Tagebuch notierte Ball zum 23. Juni 1916: «Ich hatte mir dazu ein Kostüm konstruiert. Meine Beine standen in einem Säulenrund aus blauglänzendem Karton, der mir schlank bis zur Hüfte reichte, so dass ich bis dahin wie ein Obelisk aussah. Darüber trug ich einen riesigen Mantelkragen, der innen mit Scharlach und aussen mit Gold beklebt, am Halse derart zusammengehalten war, dass ich ihn durch ein Heben und Senken der Ellenbogen flügelartig bewegen konnte. Dazu einen zylinderartigen, hohen, weiss und blau gestreiften Schamanenhut.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Benjamin Müller , 8045 Zürich
    Die Karawane: Es ist spannend zu hören, wie schwierig es ist, einen Text zu lesen, ohne ihm eine Bedeutung geben zu wollen. Da liegt so viel durchaus sympatische Absicht und Wohlwollen in den Aufnahmen. Doch wollte Hugo Ball nicht genau das verhindern? Sind Maske und loslösen vom Wohlklang nicht genau Versuche, die Bedeutung zu zerstreuen?
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