«Der Teufel trägt Prada»

Oscar-Preisträgerin Meryl Streep und Anne Hathaway liefern sich in «The Devil Wears Prada» ein Duell der Extraklasse. Miranda Priestly, Chefredaktorin der Modezeitschrift «Runway», nimmt die frisch gebackene Journalistin Andy als Assistentin unter ihre Fittiche und macht ihr das Leben schwer.

Eine Frau mit schwarzem Kleid und Pelzmantel zieht ihre Handschuhe aus. Daneben steht eine jüngere Frau, sie sprechen miteinander. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Meryl Streep als Miranda Priestly,Anne Hathaway als Andy Sachs. SRF/TM and Twentieth Century Fox

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Sendeplatz

Sonntag, 20. September 2015, um 20.00 Uhr auf SRF zwei

Die schreibhungrige und hübsche Andy (Anne Hathaway) kommt frisch von der Universität und bewirbt sich als Journalistin bei sämtlichen Zeitschriften in New York. Schliesslich spricht sie beim renommierten Modemagazin Runway vor und wird, trotz mässigem Interesse an der Branche, eingestellt. Und wer ist der Teufel in Prada? Miranda Priestly (Meryl Streep), die ihrer neuen Assistentin die Hölle heiss macht.

Augenzwinkernde Kritik am Modezirkus

Andy weiss, wenn sie ein Jahr durchhält, stehen ihr als Journalistin alle Türen offen. Die Strapazen und Demütigungen, die sie dafür auf sich nehmen muss, überwindet sie nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit Bravour, und schliesslich beginnt sie sich in der Welt der Manolo Blaniks, der Taschen von Jimmy Choo und des Essayisten Christian Thompson (Simon Baker) sogar wohlzufühlen. In Highheels und Chanelkostüm scheint sie allerdings nicht nur ihre Ziele, sondern auch langjährige Freundschaften und die Beziehung mit Freund Nate (Adrian Grenier) etwas aus den Augen zu verlieren. Andy überdenkt ihr Leben und fällt eine Entscheidung.

Wie schon in «Sex and the City» zelebriert Regisseur David Frankel in der Verfilmung von Lauren Weisbergers Bestseller die Mode und ihren Einfluss auf die Konsumgesellschaft. Ironie und Überzeichnung sind allgegenwärtig, dennoch kritisiert Frankel niemals offen, sondern zeigt mit einem Augenzwinkern, dass der ganze Modezirkus nicht allzu ernst zu nehmen ist. «Alle wollen so sein wie wir», sagt Miranda, setzt die Sonnenbrille auf, öffnet lässig die Wagentür und taucht in einem Meer von Fotografen unter. Die Ironie ist unüberhörbar, insbesondere aus dem Mund von Meryl Streep.