Schweizer Literaturpreis BAK vergibt die Schweizer Literaturpreise

Das Bundesamt für Kultur würdigt sieben Schweizer Autoren mit dem Schweizer Literaturpreis für Werke aus dem vergangenen Literaturjahr.

Ein Porträt von Jens Nielsen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Einer von sieben Gewinnern: Jens Nielsen lebt in Zürich und Berlin und arbeitet als Autor, Sprecher und Schauspieler. SRF

Die Gewinner der diesjährigen Schweizer Literaturpreise heissen: Dieter Zwicky, Jens Nielsen, Ernst Burren, Annette Hug, Laurence Boissier, Michel Layaz und Philippe Rahmy. Alle sieben Autoren erhalten vom Bundesamt für Kultur (BAK) 25'000 Franken.

Einschätzung von Julian Schütt, Literaturredaktor

«Die Liste der Preisträger überrascht kaum. Es scheint, als möchte die Jury des BAK ein Kontrastprogramm zum Schweizer Buchpreis auszeichnen. Obwohl die Jury den Auftrag hat, literarische Werke zu ehren, die im letzten Jahr prägend waren, ist kein Buch dabei, das medial gross im Fokus war. Auch junge Schreibende, die Aufsehen erregten, wie Frédéric Zwicker oder Michelle Steinbeck, kamen nicht zum Zug. Dennoch wurden Autorinnen und Autoren prämiert, denen man die Auszeichnung gönnt. Hervorheben möchte ich Ernst Burren, den Altmeister der Mundart-Literatur, der in zwei Zeilen ungeheuer dichte Alltagsszenen hervorbringen kann. Gleiches gelingt der in Genf lebenden Autorin Laurence Boissier.»


Preisübergabe im Februar

Bundesrat Alain Berset wird den Gewinnern ihre Preise am 16. Februar in der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern übergeben, schrieb das BAK am Freitag in einem Communiqué.

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Die Preisträger

Bei dieser Gelegenheit verkündet der Kulturminister auch den Gewinner des diesjährigen «Grand Prix Literatur» für ein Gesamtwerk und für den Spezialpreis Vermittlung. Diese Auszeichnungen sind mit je 40'000 Franken dotiert.

Über die Sprachgrenzen hinaus

Die fünf Autoren und die beiden Autorinnen, die ihre Werke alle im vergangenen Jahr veröffentlichten, bekommen nicht nur ein Preisgeld, sie sollen zusätzlich mit Fördermassnahmen auf nationaler Ebene bekannt gemacht werden. Insbesondere hofft das BAK, die ausgezeichneten Werke über die Sprachgrenzen hinaus fördern zu können.

Schweizer Kandidat in Klagefurt

Dieter Zwicky nahm mit einem Teil seines Manuskripts, das nun als kompletter Roman unter dem Titel «Hihi – Mein argentinischer Vater» erschienen ist, im vergangenen Juli bereits am Bachmann-Wettlesen in Klagefurt teil. Er erhielt gute Kritiken und gewann am Ende den Kelag-Preis.

Sendung: Radio SRF 4 News, Nachrichten, 6.1.2017, 12:00 Uhr.