Grosses Vorbild: Jazzgitarrist Jim Hall ist gestorben

Jim Hall ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Der US-Amerikaner spielte mit Musikgrössen wie Ella Fitzgerald, Sonny Rollins und Pat Metheny. Fast alle grossen Jazzgitarristen bezeichnen Hall als grosses Vorbild.

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Bildlegende: Jim Hall war einer der ganz Grossen des Jazz. Wikimedia

Jim Hall starb in seinem Haus in New York an Herzversagen, berichtet die «New York Times». Der Jazzgitarrist, der noch im November auf der Bühne stand, wurde 83 Jahre alt.

Grosses Vorbild für Jazzgitarristen

Hall gehörte seit den späten 50er-Jahren zu den wichtigsten Vertretern seines Instruments. Er profilierte sich vor allem in Kleinformationen mit seiner improvisatorischen Kreativität und seinem feinen Sinn für Harmonik und Arrangement. Fast alle grossen Jazzgitarristen bezeichnen Jim Hall als grosses Vorbild.

Nach seinem Studium am Cleveland Institute for Music liess sich der in Buffalo (New York) geborene Jazzer Mitte der 50er-Jahre an der US-Westküste nieder. Dort wurde er als Mitglied des Chico Hamilton-Quintetts bekannt. In Los Angeles studierte Hall ausserdem klassische Gitarre. Er trat unter anderem mit Ella Fitzgerald, Bill Evans und Paul Desmond auf.

Zusammenarbeit mit hochkarätigen Musikern

Mit dem Saxophonisten Sonny Rollins spielte Jim Hall zu Beginn der 60er-Jahre die Alben «The Bridge» und «What's New» ein. Danach gründete er eine Reihe eigener Trios. Mit dabei waren hochkarätige Musiker wie der Bassist Ron Carter, der Pianist Tommy Flanagan oder der Schlagzeuger Larry Bunker. Später widmete er sich vor allem seiner Lehrtätigkeit, komponierte und wirkte als Studiomusiker.