Liebe, Lust und Tod: Die fünf schönsten Madrigale von Gesualdo

Vor 450 Jahren – am 8. März 1566 – wurde Carlo Gesualdo geboren. Seine kühnen Kompositionen faszinieren noch heute. Fünf ausgewählte Madrigale zeigen ihn als Meister der musikalischen Textausdeutung.

Eros und die Psyche liegen auf einem Bett. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Liebe spielt bei Gesualdo eine grosse Rolle. (Bild: «Eros und die Psyche»: Ein Gemälde von Jacques-Louis David). Wikimedia / Boo-Boo Baroo

Der süditalienische Renaissancefürst Carlo Gesualdo (1566-1613) hat für seine Zeit unglaublich moderne Musik komponiert. In seinen Madrigalen und geistlichen Kompositionen hat er die musikalische Sprache der Renaissance zusammengefasst und auf die Spitze getrieben.

Als kühnster Chromatiker und Textausdeuter seiner Zeit ging Gesualdo an Grenzen, die erst im 20. Jahrhundert wieder überschritten wurden. Bereits seine Zeitgenossen respektierten ihn dafür. Und im 20. Jahrhundert inspirierte sein Werk viele Komponisten, von Igor Stravinsky über Klaus Huber und Marc-André Dalbavie bis zu Salvatore Sciarrino.

Eine Herausforderung für Sängerinnen und Sänger

Bei seinem Tod 1613 hinterliess Gesualdo unter anderem sechs Sammlungen von Madrigalen. Gesualdo, als Zeitgenosse und Freund des Dichters Torquato Tasso, hat sich von den Gedichten seiner Zeit inspirieren lassen, aber wohl auch selbst Madrigaltexte verfasst.

Seine Kompositionen sind voller Wagnisse der Harmonik und Dissonanzen, reizen die Textaussage expressiv aus. Auch für heutige Vokalensembles stellen sie eine besondere Herausforderung dar.

Die fünf schönsten Madrigale von Gesualdo

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