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Musik Schweizer Jazzer: Der Heimmarkt ist klein, das Ausland schwierig

Das Festival Jazzahead in Bremen bietet nicht nur Konzerte, sondern will auch den Austausch zwischen Künstlern und Agenturen fördern. Das Festival kann also auch für Schweizer Musiker als Sprungbrett dienen. Wie schaffen sie es, ins Ausland zu kommen – und warum müssen sie das überhaupt?

Zurzeit läuft wieder das Festival Jazzahead in Bremen: Ein Festival, das mehr sein will als einfach eine Aneinanderreihung von Konzerten: Übermorgen beginnt innerhalb der Jazzahead die «Messe», die den Austausch zwischen Künstlern und Agenturen fördern soll. Dieses Jahr ist die Schweiz Gastland, was mit einer besonderen Gala-Night begangen wird.

Wir wollten im Gespräch mit Fachleuten wissen, warum der Schweizer Jazz ins Ausland muss, wie er dahin kommt und welche Faktoren mitbestimmend sind im Gerangel um die Aufmerksamkeit – der Medien, aber auch der Veranstalter. Und: lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt?

Der Schweizer Jazz und das Ausland

  • 1. Der Weg ins Ausland ist notwendig – aber steinig

    Die Schweizer Jazzmusiker müssen ins Ausland. Zum einen ist der Markt in der Schweiz zu klein – zum andern sind die Konzertreisen über die Grenzen hinaus unabdingbar für die Inspiration, findet der Sänger Andreas Schaerer. Wie aber kommt man ins Ausland? Alexander Holzwert verfolgt als Booker am liebsten eine langfristige Strategie.

    Er hat es ins Ausland geschafft: Nik Bärtsch.

  • 2. Der Mut zur Improvisation wird nur mit 1000 Euro belohnt

    Muss der Künstler das Schlagzeug selber mitnehmen oder nicht? Nicole Mayer verhandelt als Bookerin am liebsten mit offenen Karten, trifft aber nicht immer auf Gegenliebe. Alexander Holzwert spricht von einem Gentleman’s Agreement: 250 Euro pro Musiker pro Konzert. Aber auch da sieht die Realität in Deutschland anders aus.

    Wenn Musiker selber für Instrumente wie das Schlagzeug besorgt sein müssen, schlägt sich das auch in ihren Kosten nieder.

  • 3. Schweizer Projekte sind spannend – und gut subventioniert

    80 Millionen Menschen – so gross ist der potenzielle deutsche Markt. Nur: Reich wird man mit Jazz in Deutschland trotzdem nicht. Nicht als Einheimischer – und nicht als Schweizer. Für Judith Kobus sind Schweizer Projekte attraktiv, weil sie spannend sind. Und gut subventioniert.

    Die Band «The Great Harry Hillmann» ist aktuell Teil der prioritären Jazz-Förderung der Pro Helvetia.

  • 4. Musik machen, heisst netzwerken, heisst Musik machen

    Was ist wichtiger? Netzwerken können oder gute Musik machen? Für Andreas Schaerer ist das eine Entscheidung zwischen zwei Berufen: Netzwerker sein – oder Musiker. Judith Kobus widerspricht: Ein Projekt steht oder fällt mit der Kommunikation. Auf und neben der Bühne.

    Die Band «Hildegard Lernt Fliegen», im Vordergrund Andreas Schaerer, der als hervorragender Netzwerker gilt.

Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Kultur kompakt, 21.4.2016, 17:10 Uhr

«Jazz in der Schweiz»

Schon um 1920 inspiriert Jazz, die neue Musik aus Übersee, hierzulande die Musiker. Die SRF-Dokfilmreihe Jazz in der Schweiz erzählt die bewegte Geschichte der hiesigen Jazzszene in drei Teilen – von den ersten Jazzschritten bis zu den jüngsten Experimenten.

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