Schweizer Musikpreis 2016: Das sind die Nominierten

Sophie Hunger oder Philippe Jordan? Jazz oder Folklore? Geigen-Grandseigneuer oder Pipa-Virtuosin? Das Bundesamt für Kultur verleiht 2016 zum dritten Mal den Grand Prix Musik. Nominiert sind 15 Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Schweiz – und aus ganz unterschiedlichen Musiksparten.

Eine junge Frau im schwarzen Kleid tanzend auf einer Bühne. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kann sich gute Chance auf den mit 100'000 Franken dotierten Grand Prix Musik ausrechnen: Sophie Hunger. Keystone

Für das Bundesamt für Kultur steht hinter der Verleihung des Schweizer Musikpreises ein föderalistischer Grundgedanke. Möglichst viele Landesregionen sollen vertreten sein, und stilistisch sollte es keine Grenzen geben.

So haben es Musikerinnen und Musiker aus der Volksmusik, der Klassik, dem Jazz, aus dem Pop und der Punkmusik, aber auch Musikethnologen auf die Shortlist des Schweizer Musikpreises geschafft.

Einzig der Schweizer Mainstream-Pop ist nicht vertreten. Dieser wird bereits mit dem Swiss Music Award abgedeckt.

Verdienste zählen

Beim Schweizer Musikpreis prallen unterschiedlichste musikalische Welten aufeinander, und kaum ein Jurymitglied wird mit allen Anwärtern gleichermassen vertraut sein.

Doch beim Schweizer Musikpreis geht es nicht um Geschmack oder Verkaufszahlen, sondern um die musikalischen Verdienste einer Musikerin oder eines Musikers, und wie sie oder er die Schweiz als musikalisches Land symbolisiert.

Hochdotierter Preis

Bereits jede und jeder der 15 Nominierten erhält 25'000 Franken. Als Hauptpreis winken zusätzliche 100'000 Franken. Der Schweizer Musikpreis ist somit ausgesprochen hoch dotiert und bedeutet viel Renommee und mediale Aufmerksamkeit.

Weil die Anwärterinnen und Anwärter teils sehr verschieden alt sind und an völlig unterschiedlichen Punkten in ihrer Karriere stehen, bedeutet der Preis für jede und jeden etwas anderes: Ein Ansporn für weiteres Schaffen – oder aber ein Lifetime-Achievement-Award.

Schweizer Grand Prix Musik: Die Nominierten

Susanne Abbuehl (Luzern)Jazzsängerin und Komponistin

Laurent Aubert (Genf)

Anthropologe, Direktor des Ateliers d'ethnomusicologie

Sophie Hunger (Berlin / Zürich)

Musikerin, Sängerin und Songwriterin Folk und Pop

Philippe Jordan (Paris / Wien)

Chefdirigent der Wiener Symphoniker, Musikdirektor der Pariser Oper

Tobias Jundt (Berlin)

Sänger «Bonaparte» und Produzent, Visual Trash Punk

Matthieu Michel (Vevey)

Jazztrompeter und Solist

Fabian Müller (Zürich)

Klassischer Cellist, Komponist und Musikethnologe

Peter Kernel (Barbara Lehnhoff & Aris Bassetti) Experimentelle ArtPunk Band
Nadja Räss (Einsiedeln)
Jodlerin und Solistin

Matthias Rüegg (Wien)
Jazzpianist, Komponist und Arrangeur

Hansheinz Schneeberger (Basel)

Violinist, Solist und Kammermusiker
Colin Vallon (Vevey / Basel)
Jazzpianist
Hans Wüthrich (Arlesheim)

Pianist, Komponist und Sprachwissenschaftler
Lingling Yu (Puplinge)

Pipa-Virtuosin und Solistin
Alfred Zimmerlin (Uster)
Improvisierender Cellist, Werkstatt für improvisierte Musik