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Kulturgeschichten aus dem Netz Hinklicker der Woche: Schmäh, Spott und Streik

Gefechte mit Worten, Weltschmerz in Versen und der Widerstand in Person einer kleinen, alten Frau: Das sind unsere Kulturgeschichten der Woche.

Falco mit Brille.
Legende: König des Schmähs: Falco ist vor 20 Jahren gestorben. Getty Images

«Das find ich so fies von dir!» – «Wieso fies? Das Buch war fies!» – «Das Buch hat mich verändert.» – «Schön für dich!»

So klingt es, wenn sich zwei Schwergewichte im gepflegten Wortgefecht die (metaphorischen) Klingen kreuzen: Literaturclub-Moderatorin Nicola Steiner und Kritiker Philipp Tingler.

Wenn die zwei sich nun jede Woche für «Steiner & Tingler» über Bücher streiten, freuen wir uns gleich dreifach: Über scharfe Zungen, glasklare Meinungen und ein neues Format.

«Alles klar, Herr Kommissar?»

Obwohl die Literaturclub-Kritiker Meister darin sind, auch mal Scherzhaft-spöttisches auszuteilen: Der König des Schmähs muss ein Wiener sein.

Vor 20 Jahren starb Hansi Hölzel alias Falco. Der Narziss am Pophimmel der 1980er-Jahre: hedonistisch, manieriert, exaltiert. Unsere Hommage an den Star – es darf mitgesungen werden.

Legende: Video Falco: zum 20. Todestag abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
Aus Kultur vom 06.02.2018.

Värsli für die Ewigkeit

Intuitiv mitsingen können wir auch, wenn wir die Lieder von Mani Matter hören. Als begnadeter «Värslischmid» dichtete er über djembaloklimpernde Eskimos, unglücklich verliebte Tunesier und sehnsüchtige Kater.

Seine Lieder klingen immer leicht melancholisch, tragen aber auch Humor zwischen den Zeilen und sind so eingängig, dass man die Texte noch Jahre später auswendig kennt.

Vielleicht hätte er noch viel mehr über feine Absurditäten sinniert, wäre er nicht so früh verstorben: Mit 36 Jahren kam Mani Matter bei einem Autounfall ums Leben. Im Dok-Film «Warum syt dir so truurig?» erinnern sich Angehörige, Wegbegleiter und Künsterlinnen an den Berner Troubadour.

Streikführer wider Willen

Nicht mit «Dynamit am Bundeshus» wehrten sich sozialdemokratische Arbeiter vor 100Jahren gegen die Obrigkeit – sondern mit einem landesweiten Streik. Bis heute veränderte das die Schweiz.

Allen voran: Robert Grimm, der Vater des Generalstreiks – wider Willen. Von den Hintergründen und Ereignissen von 1918 erzählt eine Doku-Fiktion – hier kann man sie online sehen.

Eloise

Manchmal teilen wir auf Facebook Geschichten, bei denen wir glauben, dass sie viele «Daumen hoch» verdienen. Manchmal verschwinden genau diese dann klang- und klicklos im Newsfeed-Rauschen unserer Follower.

Etwa die Geschichte der hartnäckigen, alten Dame, die sich spottbillig in einem New Yorker Luxushotel einquartierte – über Jahrzehnte. Ein Lese-Tipp:

Wer mehr Lesestoff braucht, den verweisen wir wieder an die Literaturclub-Runde.

Die letzte Empfehlung unsererseits: Schnappt euch ein Buch und macht es euch auf dem Sofa gemütlich. Zum Rausgehen ist es momentan sowieso zu kalt.

Schönes Wochenende!

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