Das Wochenende war im Norden 3 bis 6 Grad zu kalt

Vor 14 Tagen war es in der Schweiz mit 25 Grad noch sommerlich. An diesem Wochenende war es dagegen herbstlich frisch. Im Mittelland lagen die Höchsttemperaturen mit 9 bis 12 Grad im Schnitt 4 Grad unter der Norm. Auch in den kommenden Tagen geht es kühl weiter.

Blick auf den grauen Neuenburgersee mit einem einsamen Segelschiff. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bise am Neuenburgersee Am Neuenburgersee war es am Samstagmorgen mit Bise trüb und kühl. Werner Zwahlen

Das Wetter hatte an diesem Wochenende in der Schweiz viel zu bieten. Eine Konstante gab es aber trotzdem: Auf der Alpennordseite war es kühl und die Bise war ein treuer Begleiter. Verbreitet lagen die Nachmittagshöchstwerte zwischen 9 und 12 Grad. In Basel gab es am Sonntagnachmittag nur noch gut 7 Grad. Damit war es am Samstag- und Sonntagnachmittag rund 4 Grad kälter als normalerweise an einem Nachmittag Mitte Oktober.

Blick von Salavaux auf den dampfenden Murtensee. Darüber die aufgehende Sonne. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Westen Sonne Am Sonntagmorgen war es im Westen teilweise sonnig. Es kühlte dabei ab, und der Murtensee dampfte. Werner Zwahlen

Kleine Wärmeinseln

Es gab aber auch in der Schweiz Orte, wo es nochmals recht angenehm wurde. In Sitten zeigte das Thermometer am Samstagnachmittag 17,1 Grad und dazu war es sonnig. Die Reise in den Süden lohnte sich nur bedingt. Am Samstagnachmittag lagen die Temperaturen im Tessin ebenfalls verbreitet bei 17 Grad, am Sonntag war es dafür richtig trist. Lange Zeit war das Tessin komplett wolkenverhangen. Immer wieder fiel schwacher Regen, und die Nachmittagstemperaturen dümpelten bei Werten zwischen 10 und 12 Grad ebenfalls so vor sich hin.

Blick vom Bettmerhorn zum Aletschhorn. Der Himmel ist wolkenlos, knapp unter dem Gipfel liegt aber Hochnebel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sonne im Hochgebirge Am Samstag war es auf den Gipfeln der Walliser Berge fast wolkenlos. Die Nebelschicht reichte aber hoch hinauf. Andreas Gerig

Gewusst wo

Vor allem am Samstag lohnte sich ein Ausflug in die Berge. In den südlichen Walliser Bergen gab es oft Sonne satt. Herausragend war dabei der Gornergrat mit 580 Minuten oder fast 10 Stunden Sonnenschein. Allerdings lagen auch im Wallis Top und Flop nahe beieinander. In Zermatt gab es nämlich am Samstag nur 41 Minuten Sonnenschein. Zunächst hatte es dort Hochnebel mit Obergrenze deutlich über 2000 Metern, und als sich die Nebelschicht verzogen hatte, verschwand die Sonne schon bald hinter den Bergkämmen. Auch in Graubünden konnten sich Hochnebelfelder an vielen Orten lange halten. Dort war der Corvatsch Rekordhalter mit rund 8 Stunden Sonnenschein. Am Sonntag waren auch in der Höhe die Wolken zahlreicher, und so gab es nur noch wenige Orte mit mehr als 3 Stunden Sonnenschein.

Flocken trüben den Blick auf einen roten RhB-Zug in Zuoz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Winter kommt! Flockentanz am Sonntagnachmittag in Zuoz auf rund 1700 Metern über Meer. Sylvia Mösching

Und der Schnee?

Am Samstag gab es im Norden lokale Schauer, vor allem rund um Basel. In den Alpen waren zwar einzelne Flocken zu sehen, sie konnten sich aber nicht halten. Am Sonntagnachmittag setzte sowohl von Süden als auch von Nordwesten erneut Niederschlag ein. Am Abend wird im Osten die Schneefallgrenze gegen 1100 Meter sinken. Unterhalb von etwa 1400 Meter dürfte aber kaum etwas liegen bleiben, und darüber dürfte es auch an den meisten Orten kaum für mehr als einen weissen Flaum reichen. Auch in den kommenden Tagen bleibt es vor allem im Mittelland frisch. Erst auf Donnerstag scheint sich die Wetterlage allmählich umzustellen. Im nördlichen Flachland merkt man aber wohl nicht allzu viel davon. Nebel- und Hochnebelfelder werden sich mindesten teilweise zäh halten.