Ein Wetterballon wird «missbraucht»

Jeden Tag werden weltweit an 169 Wetterstationen Wetterballone in die Luft gelassen. Diese Ballone liefern wichtige Daten der Atmosphäre und sind für die Wettervorhersage noch immer unerlässlich. Aber man kann auch andere Dinge mit Wetterballonen machen.

In der Schweiz wird zweimal täglich in Payèrne VD eine sogenannte Radiosondierung durchgeführt. Dabei wird ein atmosphärisches Profil nach den Vorgaben der WMO (World Meteorological Organisation) erstellt.

Bis auf 35 km Höhe

Diagramm zeigt unter anderem den Verlauf der Temperatur mit zunehmender Höhe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Radiosondierung Solche Diagramme stehen den Meteorologen nach einem Ballonaufstieg zur Verfügung. SRF Meteo

An einem mit Helium oder Wasserstoff gefüllten Ballon wird eine Box mit verschiedenen Sensoren an Bord angebracht. Eine solche Radiosonde misst den Druck, die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit sowie die Windrichtung und Windstärke vom Boden bis auf eine Höhe von 30 bis 35 km. Auf dieser Höhe zerplatzt der Ballon und die Box fällt gebremst von einem Fallschirm zu Boden.

Wichtig für Wettermodelle

Radiosondierungen sind für den Meteorologen bei der täglichen Arbeit unerlässlich. Die Daten fliessen aber auch in die Wettermodelle ein.

Eindrückliche Bilder

Eine Gruppe von Studenten haben in den USA im Jahre 2013 einen Wetterballon «missbraucht». Sie haben Kameras angehängt und eindrückliche Bilder machen können. Erst zwei Jahre später hat ein Wanderer die Box per Zufall wieder gefunden.

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