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Ende der Hitzewelle Nur wenige kräftige Gewitter

Im Vorfeld einer Kaltfront entwickelten sich über der Schweiz nur wenige kräftige Gewitter.

Windgepeitschtes Feld.
Legende: Auenstein/AG Dieser Südwestwind zerstörte vielerorts die Gewitter. Adrian Geering

Bereits am frühen Vormittag zogen über Frankreich einige kräftige Gewitterzellen nordwärts. Diese kühlten die Luft ab und brachten bereits am Vormittag in der Romandie etwas Regen und sehr viele Wolken. Aufgrund dieser Wolken konnte sich die Luft dort nicht mehr aufheizen. Die kühle Luft aus Frankreich floss in der Folge mit Böen zwischen 50 und 70 km/h durchs Mittelland und nahm somit vielerorts die Energie, welche für die kräftigen Gewitter nötig gewesen wäre.

Föhn

Weiter im Osten schien lange Zeit die Sonne und es wurde nochmals richtig heiss (z.B. 34.2 Grad in Glarus). Vor einer Kaltfront wäre das perfekt für heftige Gewitter, nur sorgte der Föhn in diesen Regionen für sehr trockene Luft, was die Gewitterbildung hemmt. An der Grenze zwischen der Föhnluft und der kühleren Luft aus Südwesten entwickelten sich wenige kräftigere Gewitter, z.B. in Raum Luzern, in der Linthebene oder im Kanton Thurgau. Am Abend und in der Nacht ziehen aus Westen weitere Schauer auf. Kräftige Gewitter sind nicht mehr zu erwarten.

Im Süden Gewitter

Die Alpen bilden eine natürliche Barriere für die kühlere Luft in den tieferen Luftschichten. Die Luftmassen wurden dort nicht stabilisiert, somit konnten sich vor allem im Tessin noch verbreitet kräftige Gewitter entwickeln. Am Abend und in der Nacht auf den Freitag sind im Tessin und in Graubünden noch weitere Gewitter möglich.

Nur örtlich viel Regen

Abgesehen von lokalen Gewittern brachte das Ende der Hitzewelle allerhöchstens ein paar Tropfen auf den trockenen Boden.

12 h-Regensumme bis 21 Uhr (Donnerstag)

Bellinzona/TI43.9 mm
Locarno / Monti/TI32.2 mm
Magadino / Cadenazzo/TI31.9 mm
Mosogno/TI31.5 mm
Luzern/LU29.3 mm
Cevio/TI28.6 mm
Robièi/TI27.2 mm
Biasca/TI24.5 mm
Ascona Castello del sole/TI23.8 mm
Lugano/TI21.8 mm
Brienz/BE10.7 mm
Zürich / Kloten/ZH6.0 mm
Adelboden/BE5.1 mm
Winterthur / Seen/ZH2.9 mm
Stein am Rhein ARA/SH2.8 mm
Napf2.6 mm
Brig/VS2.6 mm
Schaffhausen/SH2.4 mm
Engelberg/OW2.0 mm
Genève / Cointrin/GE1.9 mm
Basel / Binningen/BL0.1 mm
Grenchen/SO0.1 mm
Sion/VS0.1 mm
Delémont/JU0.0 mm
Neuchâtel (NE)/NE0.0 mm
Payerne/VD0.0 mm

Frankreich

Was bei unseren westlichen Nachbarn los war, zeigen folgende Tweets eindrücklich: