Asteroid zischt an Erde vorbei "Florence" hat zwei Monde

Am letzten Freitag passierte Asteroid "Florence" in nur 7 Millionen Kilometer Abstand die Erde. Der erdnahe Vorbeiflug sorgte für eine Überraschung. Der 4,5 Kilometer grosse Asteroid hat auch noch zwei Monde im Gepäck.

Kleine Planetenkugel mit Schweiz Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: So sieht "Florence" aus Detailaufnahmen von Asteroid "Florence". NASA/JPL

Am vergangenen Freitag passierte der erdnahe Kleinplanet «Florence» die Erde in einem Abstand von nur 7 Millionen Kilometern. Dabei wies der Himmelsbrocken eine relative Geschwindigkeit von rund 50'000 Kilometern pro Stunde zu Erde auf. Mit diesem, astronomisch gesehen, geringen Abstand gehört «Florence» zu den potentiell gefährlichen Asteroiden. Unsere Generation muss sich wegen Florence allerdings keine Sorgen mehr machen. Der Himmelskörper wird der Erde erst um das Jahr 2500 wieder ähnlich nahekommen.

Aufnahme des Nachthimmels mit 60 "Florence-Punkten". Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Anflug von "Florence" 60 Einzelaufnahmen von "Florence" vom vergangenen Mittwochabend auf der Sternwarte Eschenberg. Links Stern 33 Caprico... Markus Griesser/Sternwarte Eschenberg

Wolken sorgten für lange Gesichter

Die Wetterfronten der vergangenen Tage schränkten die Beobachtungsmöglichkeiten in der Schweiz stark ein. Immerhin gelang es der Sternwarte Eschenberg bei Winterthur den Asteroiden am vergangenen Mittwochabend zu fotografieren. Andernorts konnte der Himmelskörper bedeutend besser verfolgt werden. Dabei erlebten die Astronomen eine dicke Überraschung.

2 Mikromonde

Obwohl «Florence» selber nur einen Durchmesser von 4,5 Kilometern hat (Erddurchmesser 12'756 km) verfügt er über zwei Kleinstmonde. Dies ergaben die Beobachtung der amerikanischen NASA mit Radarantennen in Kalifornien. Die beiden Monde sind 100 bzw. 300 Meter gross. Der innere Mond benötigt rund 8 Stunden für eine Umrundung, der äussere Mond ist für eine Runde zwischen 22 und 27 Stunden unterwegs. Noch ist die Erkundung von «Florence» nicht abgeschlossen.

Mit freundlicher Unterstützung von Markus Griesser, Leiter der Sternwarte Eschenberg