Frühlingsbeginn nur auf dem Kalender

Am Samstag begann aus meteorologischer Sicht der Frühling – mit Schnee bis an den Lago Maggiore und Rekordschnee in den südlichen Bergen. Nördlich der Alpen lag die Schneefallgrenze zwischen 450 und 700 Metern. Am Sonntag wurde es vor allem in den Alpen und im Süden freundlicher.

In der Nacht auf Samstag startete der meteorologische Frühling, dies bei Schneefall bis an den Lago Maggiore hinunter. Auch im Glarnerland gab es am Samstagmorgen Schneefall bis auf den Talboden. Sonst lag die Schneefallgrenze nördlich der Alpen bei 450 bis 700 Metern. Immerhin gab es am Samstagnachmittag nördlich der Alpen auch noch kurze sonnige Abschnitte, bevor am Abend neuer Regen einsetzte, Schnee fiel dabei oberhalb von rund 700 Metern. Die Höchsttemperaturen lagen im Norden bei 6 bis 8 Grad.

Verschneite Häuser in Saas Almagell. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Am Samstag gab es in Saas-Almagell nochmals 50 Zentimeter Schnee, am Sonntag war es wolkenlos. Roland Zurbriggen

Schnee am Samstag, Nordföhn am Sonntag

Auf der Alpensüdseite fielen von Freitagmittag bis Samstagnachmittag örtlich bis 50 Millimeter Niederschlag, und in den Bergen gab es wieder grössere Schneemengen. In Piotta, im Nordtessin, liegt insgesamt knapp 1 Meter 70 Schnee. Schnee fiel aber auch in den angrenzenden nördlichen Gebieten. So wurden in Grächen (VS) 18 Zentimeter Neuschnee gemessen, in Andermatt gab es 15 Zentimeter. In Simplon-Dorf, auf 1470 Metern über Meer lagen am Samstagmorgen 2 Meter 38 Schnee. So viel Schnee lag dort anfangs März noch nie seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen vor 44 Jahren. Auch in San Bernardino erreichte die Schneedecke mit 2 Meter 54 einen neuen Rekord für anfangs März. Am Sonntag war Schnee im Süden kein Thema mehr. Nordföhn sorgte für viel Sonnenschein und in Chiasso zeigte das Thermometer 13 Grad.

Im Norden meist grauer Sonntag

Am Sonntagmorgen gab es im Osten noch schwachen Niederschlag. Im Laufe des Morgens lockerte sich die Bewölkung von Westen her auf. In den sonnigen Gebieten bildeten sich aber rasch Quellwolken, so dass es generell im Norden eher grau blieb.

Das Hoch kommt erst in der zweiten Wochenhälfte

In der kommenden Woche geht es bis und mit Mittwoch wechselhaft weiter. Immer wieder gibt es Regenschauer, die Schneefallgrenze liegt meist im Bereich zwischen 500 und 900 Metern. Im Süden fällt von Montag auf Dienstag wieder kräftiger Niederschlag, im Nordtessin zum Teil mit Schnee bis auf den Talboden. Ab Donnerstag baut sich über Mittel- und Nordeuropa eine kräftige Hochdruckbrücke auf. Mit Bise dürfte sich über dem Mittelland zum Teil noch zäher Hochnebel halten. In den Alpen und im Süden setzt sich aber die Sonne am Donnerstag durch, und auch in den folgenden Tagen dürfte es dort mit viel Sonne und hohen Temperaturen weitergehen. Bis Ende Woche steigen die Temperaturen im Süden wieder bis auf 15 Grad.