Januarwetter, was darf man erwarten?

Im Januar liegt die Monatsmitteltemperatur mehrheitlich im Frostbereich, häufig geht das Weihnachtstauwetter aber noch in die Verlängerung. Klirrende Kälte stellt sich meist erst zum Monatsende ein.


Witterungsklimatologie

In der Regel ist bis nach Dreikönig das verlängerte Weihnachtstauwetter wirksam. Eine kräftige Westströmung bringt anschliessend Niederschlag. Im letzten Monatsdrittel, so zeigt dies die Statistik, setzt sich ein Hoch bei uns fest. Es sorgt für ruhiges und häufig auch kaltes Winterwetter. Der Hochwinter beginnt.

Positive Monatsmittel und Eistage

In Zürich, am Juranordfuss, in Basel, in den Föhngebieten und im Südtessin ist das Monatsmittel der Temperaturen positiv. Zwischen dem Genfersee und dem Bodensee bleibt es aber auch im Schnitt an 4 bis 12 Tagen ganztags frostig. Dazu fallen im Mittelland im Schnitt 50 bis 80 mm Niederschlag.

Witterung im Januar 2015

In der Innerschweiz gab es am 10.01.2015 den mildesten Januartag seit Messbeginn. In Luzern trieb der milde Südwestwind vor einem Jahr die Temperatur auf 19.3 Grad. Die Tagesmitteltemperatur lag bei 14.5 Grad. Die aussergewöhnliche Wärme sorgte für ein sehr frühes Aufblühen der Haselsträucher. Zu Monatsmitte pendelten sich die Temperaturen wieder auf den Normbereich ein. Im Norden fiel 50 Prozent mehr Niederschlag als sonst. Im Süden gab es im Vergleich zum langjährigen Schnitt doppelt so viel Regen und Schnee.

Wettertrend Januar 2016

Bis jetzt hält sich das Januarwetter an die langjährige Witterungsklimatologie. In den kommenden Tagen treibt stürmischer West- bis Südwestwind immer wieder Regen und Schneewolken über die Schweiz. Die Schneefallgrenze klettert zwischendurch bis gegen 2000 Meter. In der zweiten Januarwoche könnte es allmählich überall spürbar Abkühlen und auch im Flachland winterlich weiss werden.

Ob sich am Monatsende der Hauptwinter mit Väterchen Frost anmeldet, ist noch nicht absehbar.