Juniwetter, was darf man erwarten?

Gluthitze und stabiles Sommerwetter stehen im Juni eher selten auf dem Programm, auf die Schafskälte ist mehr Verlass.

Sommertemperaturen

Die Tageslänge von 14,5 bis 15 Stunden und die Sonne, die mittags 64 bis 66 ° über dem Horizont steht, sind gute Voraussetzungen für Sommer- und Hitzetage.

Im langjährigen Schnitt wird im Juni im Flachland 11 bis 15 Mal die 25 - Grad - Marke erreicht oder überschritten. Bei durchschnittlich 170 bis 200 Stunden Sonnenschein im Mittelland werden zudem Hitzetage (Höchsttemperatur von 30 Grad oder mehr) immer wahrscheinlicher.

Im Juni 2015 wurden im Mittelland 2, in Basel 3, in Locarno 6 und in Sion 9 Hitzetage registriert.

Nässe und kühle Phasen gehören zum Juniwetter

Sonne, Wolken und Regenschauer bei Klosters. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Juniwetter Sonne, Wolken und Regenschauer bei Klosters. SRF

Die Klimabeobachtungen zeigen zwei regelmässig wiederkehrende - als Schafskälte - bekannte Kälterückfälle.

Den Ersten zu Monatsbeginn (ca. 3. bis 6. Juni) und den zweiten nach der Monatsmitte (ca.14. bis 22. Juni). Der Almbetreib wurde und wird dadurch immer wieder gestört, da in höheren Lagen vorübergehend erheblich Schnee fallen kann.

Typische Hochwasserlagen

Langsam ziehende Tiefdruckgebiete lösen im Juni regelmässig Dauerregen und oft auch Hochwasser aus.

Hochwasser am Greifensee. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Greifensee Hochwasser. SRF

Anfang Juni 2013 lud Tief Frederik grosse Wassermassen in Deutschland, der Schweiz und in Österreich ab. Im Jahr 2010 brachte am 18. und 19. Juni Tief Eliane der Nordostschweiz mehr als 100 Millimeter Regen.

Das Juniwetter 2016 startet unbeständig und nur mässig warm. Die längerfristigen Berechnungen lassen ab dem 7. wieder auf stabileres und badetaugliches Sommerwetter hoffen.