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Klimatologie Der November - besser als sein Ruf?

Legende: Video Zeitraffer Bettmeralp/VS abspielen. Laufzeit 00:10 Minuten.
Aus me_meteo vom 01.11.2018.

Als Meteorologe hat man mit dem November fast etwas Mitleid. Er hat einen ziemlich schlechten Ruf: «grau, trüb, nass, neblig und kühl» soll er sein. Aus diesem Grund ist er auch bei vielen Leuten unbeliebt. Aber häufig zu Unrecht, wie er immer wieder unter Beweis stellt.

Bereits zu Monatsbeginn an Allerheiligen verwöhnte er die Alpennordseite mit mehreren Sonnenstunden und milden 13 bis 17 Grad. Nach einem trüben Start in den Tag setzte sich die Sonne rasch durch - auf der Bettmeralp/VS im Aletschgebiet dauerte es von «stark bewölkt mit Schneefall» bis «Sonnenschein bei leicht bewölktem Himmel» nicht mal eine Stunde.

135 Stunden Sonnenschein auf dem Corvatsch

Am sonnigsten ist der November im langjährigen Mittel auf dem Piz Corvatsch/GR im Engadin: Es kann mit rund 135 Stunden Sonnenschein gerechnet werden. Auf der Cimetta oberhalb von Locarno/TI zeigt sich die Sonne laut Statistik vom Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie im November während 130 und in Montana/VS während 126 Stunden.

Die sonnigsten Orte im November

Piz Corvatsch/GR
135 Stunden
Cimetta/TI130 Stunden
Montana/VS126 Stunden
Säntis125 Stunden
Le Moléson/FR
124 Stunden

Zum Vergleich: Der November ist auf dem Corvatsch mit 135 Stunden etwa gleich sonnig wie der März in Bern mit 136 Stunden.

Nur 50 Stunden Sonnenschein im Mittelland

Blick auf Kriens und den Vierwaldstättersee bei leicht bewölktem Himmel.
Legende: Kriens/LU 1. November 2018: Die Sonne zeigt sich nicht nur auf den Bergen, sondern auch im Flachland. Urs Gutfleisch

Am anderen Ende der Statistik findet man viele Orte im Mittelland. Nur 43 Stunden Sonnenschein gibt es im langjährigen Mittel in Buchs/AG bei Aarau und in Schaffhausen, für 49 Stunden reicht es in Zürich Affoltern. Aber auch an diesen Orten gibt es noch zwei trübere Monate: Dezember und Januar bringen einige Sonnenstunden weniger.