Korallenbleiche befällt Great Barrier Reef

Überdurchschnittlich warmes Oberflächenwasser sorgt auf dem Great Barrier Reef in Australien für rekordverdächtige Korallenbleiche.

Die bunten Fische heben sich deutlich vom weissen Skelett der Korallen ab. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Korallenbleiche Gelbe Riffbarsche schwimmen um verbleichte Korallen des Great Barrier Reefs. Reuters

Ungewöhnlich warmes Wasser führt zurzeit auf dem 2300 Kilometer langen Great Barrier Reef im Nordosten Australiens zu einer rekordverdächtigen Korallenbleiche. Gemäss Flugaufnahmen von australischen Forschern sind im nördlichen Teil 81% der Riffe stark verbleicht. Der Grund dafür liegt in der aussergewöhlich hohen Meeresoberflächentemperatur von 1 bis 2 Grad über dem dortigen Durchschnitt. Der Wärmestress wird teilweise auf den El Niño, teilweise auf den Klimawandel zurückgeführt.

Korallenbleiche

Korallen beherbergen in ihrem Gewebe farbenfrohe Algen. Sie werden bei andauerndem Wärmestress abgestossen und die Koralle wird komplett weiss. Dabei sind die bunten «Untermieter» existenziell wichtig für die Nahrungsversorgung der Koralle. Ohne sie verhungert die Koralle und stirbt. Es sei denn der Wärmestress lässt deutlich nach und ermöglicht den Nesseltieren eine langsame Erholung.