Kaltfront zieht davon Rückseitenwetter: Nach dem Regen lacht die Sonne

Eine klassische Kaltfront rollte am Dienstag über die Schweiz. Lehrbuchmässig kommt es hinter der Front zum sogenannten Rückseitenwetter. Die absinkenden Luftmassen direkt hinter der Front reissen den Himmel vorübergehend auf, sodass nach dem Regen wieder die Sonne lacht.

Eine Kaltfront verdrängt mit ihrer kühlen Luft die warmen Luftmassen. Die Stirnseite der Front zwingt die Luft zum Aufsteigen. Wolken türmen sich auf und kräftige Regenschauer gehen nieder. Bei starker Hebung können gelegentlich sogar Blitze zucken und Donner grollen, egal ob im Winter oder im Sommer.

Sonnenbrille auf...

Hinter der Front sinkt die Luft ab. Die Luft erwärmt sich pro 100 Meter um +1 Grad. Damit lösen sich die Wolken auf und die Sonne taucht auf. In der Meteorologie spricht man von «postfrontaler Subsidenz», also dem Absinken von Luft nach der Front.

...aber Schirm griffbereit

Ohne Bewölkung kann die Sonne jedoch ungehindert den nassen Boden erwärmen. Bald entstehen neue kleinere Quellwolken und je nach dem auch zu einzelnen Platzregen.

Dieses freundliche aber unbeständige Gemisch aus Sonne, Quellwolken und womöglich Platzregen hinter einer Kaltfront nennt man Rückseitenwetter.