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Wetterwissen Aprilschnee

Normalität: Schnee im April

In der Stadt St. Gallen schneit es fast jedes Jahr im April. In Bern und in Zürich kommt dies etwa jedes 3. oder 4. Jahr vor. In Einsiedeln fällt sogar nach dem 25. April im Schnitt jedes zweite Jahr Schnee.

In Bern wurde zuletzt am 20. April 2013 Schnee gemessen. Damals entstand eine zwei Zentimeter dicke Schneedecke, den spätesten Schneefall gab es am ersten Mai 1945.

Auf den Bergen schneit es im Frühjahr oft ergiebig

Im Hochgebirge wird die grössten Gesamtschneemengen meist erst Ende April, Anfang Mai erreicht. Auf dem Säntis gab es die grösste Gesamtschneehöhe im April 1999. Damals lag auf dem Gipfel 816 Zentimeter Schnee. Die grösste Tagessumme an Aprilschnee stammt vom 15. 04. 1999. Auf dem Berninapass fiel innerhalb von 24 Stunden 130 Zentimeter Neuschnee. Die Zweitagessumme betrug sogar 215 Zentimeter, ein Schweizer Rekord.

Grösste Schneehöhen im April

Ort und Datum
Datum
Wert
Passo del Bernina
15. 04. 1999130 cm
Grimsel Hospitz
23. 04. 1976116 cm
Zermatt
22. 04. 197697 cm
San Bernardino
09. 04. 2006
90 cm
Davos16. 04. 199952 cm
Engelberg03. 04. 201945 cm
St. Gallen
08. 04. 197729 cm
Zürich/Fluntern
01. 04. 195225 cm
Glarus
04. 04. 197032 cm
Altdorf06. 04. 197524 cm
Locarno/Monti12. 04. 1986
15 cm
Bern/Zollikofen20. 04. 196010 cm
Geneve12. 04. 187608 cm

Häufige Ursachen

Polare Luftmassen stossen bis Ende Mai in den Mittelmeerraum vor. Die relativ milde Luft über dem Meer und die kalte Luft vom Nordpol bilden eine scharfe Luftmassengrenze. An dieser entwickeln sich oft Tiefdruckgebiete, die in einer Gegenbewegung von Süden nach Norden ziehen.

In der Folge strömt feuchtwarme Luft in der Höhe über die in tieferen Schichten von Norden nach Süden fliessenden Polarluft. Dieser Gegenstrom produziert dichte Wolken und Niederschlag.

Gelegentlich tropft - wie auch jetzt - zwischen Nord- und Mitteleuropa ein Kaltluftkörper ab. Dabei verharrt die Niederschlag produzierende Luftmassengrenze längere Zeit über einer Region.