Wie viel Sonne bringt uns der Herbst?

Der astronomische Herbst beginnt am 22. September um 16:21 Uhr. Müssen wir ab sofort den Kopf in den Nebel stecken und auf die Sonne im Frühling 2017 warten? Nein, vor allem nicht, wenn der Herbst so wird wie im letzten Jahr.

In der Meteorologie dauert der Herbst vom 1. September bis zum 30. November, in der Astronomie im 2016 vom 22. September bis 21. Dezember.

Meteorologische Bedingungen im astronomischen Herbst

Kleine Zierkürbisse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Herbstdeko sieht mit oder ohne Sonne gut aus. SRF Meteo

In Zürich und Bern darf man gemäss dem langjährigen Mittel (1981-2010) von Oktober bis Dezember insgesamt gut 200 Sonnenstunden erwarten, auf dem Weissfluhjoch und im Tessin um 400 Stunden.

Im vergangenen Jahr wurden wir von der Sonne richtiggehend verwöhnt. Im Süden gab es über 500 Stunden und in Bern über 300 Stunden Sonnenschein. Vor allem im November und im Dezember schien die Sonne überdurchschnittlich lange.

Sonnenstunden im astronomischen Herbst

Ort
Jahr
Okt
NovDez
Total
Weissfluhjoch2015164175188527

2013125121164410

Norm163124116403






Locarno2015175173165513

201373102139314

Norm151118119388






Zürich201589107115311

20139343114250

Norm1025942203






Bern2015104116105325

20139557121273

Norm1136849230

Zähes 2013

Im Jahre 2013 machte sich die Sonne im Oktober und im November rar, dafür holte sie im Dezember kräftig auf.

Nebelmeer, im Vordergrund ein Holzzaun. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nebelmeer Blick von der Rigi auf das Nebelmeer am 31. Oktober 2015. Mark Simons

Inversionslagen

Der Herbst wird oft von Inversionslagen geprägt. Das Flachland liegt unter Nebel oder Hochnebel, in den Bergen scheint die Sonne. Bei einer sogenannten Bisenlage bleibt der Nebel und Hochnebel im Flachland meist sehr zäh, die Sonne zeigt sich kaum. Bei Südwestlagen stehen die Chancen meist sehr gut, dass sich die Nebeldecke auflockert. Im November und im Dezember 2015 konnte man im Flachland dank häufigen Südwestlagen oft Sonne tanken.

Und im 2016?

Noch ist völlig offen, wie sich die kommenden drei Monate entwickeln werden. Was Sie statistisch gesehen bei Ihnen zu Hause erwartet, finden Sie bei unsern Kollegen vom Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie heraus. (für App Nutzer: www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/vergangenheit/klimanormwerte/klimadiagramme-und-normwerte-pro-station.html?region=Karte)

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