Hintergrund Utraviolett B Woher kommt der Sonnenbrand?

In diesen Tagen warnt das Bundesamt für Gesundheit wieder vor Ultraviolett-Strahlen, die Sonnenbrand verursachen können. Täter ist die sogenannte Ultraviolett-B-Strahlung. Eine Strahlung in einem ganz speziellen Wellenbereich.

Die Sonne am blauen Himmel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sonnenstrahlung Die Sonne schickt nicht nur sichtbares Licht zur Erde, sondern u.a auch Ultraviolettes-Licht. Sandra Späni

Die Sonne sendet unablässig Strahlung aus und dies mit extrem unterschiedlichen Wellenlängen. Die kürzeste ausgesandte Wellenlänge hat die Gammastrahlung mit einer Wellenlänge von 10-14 Metern. Dies entspricht 10 Billiardstel Metern. Auf der anderen Seite des Strahlungsspektrums liegt der Wechselstrom mit einer Länge von 106 bis 108 Metern. Dazwischen liegt in einem ganz schmalen Bandbereich, das für uns sichtbare Licht mit einer Wellenlänge zwischen 400 und 800 Nanometern, also 400 bis 800 mal 10-9 Metern. Obwohl die Bandbreite der für uns sichtbaren Strahlung sehr schmal ist, werden genau in diesem Bereich 52 Prozent der gesamten Sonnenstrahlung ausgestrahlt.

Kurzwelliger Nachbar: UV-Strahlung

Bei oft wolkenlosem Himmel ist die Sonnenbrandgefahr. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Volle Sonneneinstrahlung Bei oft wolkenlosem Himmel ist die Sonnenbrandgefahr. Werner Zwahlen

Im sichtbaren Bereich sehen wir je nach Wellenlänge eine andere Farbe. Die kürzeste Wellenlänge, die für uns noch sichtbar ist, ist die Farbe Violett. Strahlung mit noch kürzerer Wellenlänge ist für das menschliche Auge nicht mehr sichtbar. An Violett schliesst das nicht mehr sichtbare Ultraviolette an. Im Vergleich zum sichtbaren Licht ist der Anteil der Ultravioletten-Strahlung mit 4 Prozent an der gesamten von der Sonne abgegebenen Strahlung relativ klein. Bei der UV-Strahlung wird in Abhängigkeit zur Wellenlänge nochmals unterschieden in das UV-A mit einem Wellenlängenbereich zwischen 320 und 400 Nanometer, dem UV-B mit einer Wellenlänge zwischen 280 und 320 Nanometern und dem UV-C bei dem die Wellenlängen zwischen 100 und 280 Nanometern liegen.

UV-A-Strahlung

95 Prozent der auf der Erde ankommenden UV-Strahlung gehören zur UV-A-Strahlung. UV-A-Strahlen verursachen keinen akuten Sonnenbrand. Die verhältnismässig langen Wellen der UV-A-Strahlen dringen aber tiefer in unsere Haut ein als die kurzwelligeren UV-B-Strahlen. Die UV-A-Strahlen sind für die Alterung der Haut verantwortlich.

UV-B-Strahlen

Die UV-B-Strahlen im Bereich zwischen 280 und 320 Nanometer führen zu akutem Sonnenbrand. Ein Grossteil der UV-B-Strahlen wird von der Ozonschicht in der oberen Erdatmosphäre zurückgehalten. Der Anteil des UV-B an der gesamten UV-Strahlung beträgt auf der Erdoberfläche aber nur 5 Prozent.

UV-C-Strahlen

Die kurzwelligen UV-C-Strahlen werden von der Ozonschicht vollständig absorbiert und erreichen den Erdboden nicht. Durch das immer grössere Ozonloch in den 90er-Jahren gelangte aber zusätzlich UV-Strahlung bis zur Erdoberfläche. In den letzten Jahren ist das Ozonloch wieder kleiner geworden.