Zeit für den Regentanz!

Nach sieben Wochen Hitze und Sonnenschein fiel das mittlere Augustwochenende im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Fast in der ganzen Schweiz war es grau und nass. Allerdings reichte der Regen bei weitem nicht um der Trockenheit ein definitives Ende zu setzen.

Viele haben ein graues und nasses Wochenende herbeigesehnt. Dieser Wunsch wurde am mittleren Augustwochenende erfüllt. Am Samstag war es praktisch landesweit grau. Nur in der Landschaft Davos und im Unterengadin gab es am Vormittag noch längere sonnige Abschnitte. Die Regenmengen blieben aber vorerst bescheiden. Nur im Süden fiel schon kräftiger Regen. Vor allem das Misox wurde gut bedient, wo in rund 6 Stunden 40 Millimeter Regen fielen. Die Höchsttemperaturen lagen am Samstag meist bei 18 Grad. In Genf, Neuenburg und Chur wurde wenigstens die 20 Gradmarke knapp übertroffen.

Bei etwas Sonnenschein über Locarno bildeten sich Quellwolken. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Süden freundlicher Bei etwas Sonnenschein über Locarno bildeten sich Quellwolken. Peter C. Müller

Kein Sonn-tag

Auch am Sonntag machte sich die Sonne an den meisten Orten rar. Nur im Tessin gab es längere sonnige Phasen, und das Thermometer stieg beispielsweise in Chiasso am frühen Sonntagnachmittag bis auf 24 Grad an. Im Norden dümpelten die Temperaturen gleichzeitig bei rund 17 Grad herum. Zwischen Samstagabend und Sonntagmittag fiel auch im Norden teilweise ausgiebiger Regen. So gingen auf dem Moléson 40 Millimeter Regen nieder, auf dem Napf gab es 36 Millimeter, auf dem Pilatus 35 Millimeter und in Giswil 30 Millimeter. Auch in der Ostschweiz fiel zum Teil kräftiger Regen mit 30 Millimetern in Altenrhein und 24 Millimetern in der Stadt St. Gallen.

Bei diesem Regenwetter liessen am Sonntag auch die Sonnenblumen den Kopf hängen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Regenwetter Bei diesem Regenwetter liessen am Sonntag auch die Sonnenblumen den Kopf hängen. Franz Schweizer

Trockenheit nicht besiegt

Trotz den teilweise grösseren Regenmengen seit Donnerstagabend mit beispielsweise 78 Millimetern in Marsens (FR) oder 74 Millimetern auf dem Chasseral ist die Trockenphase höchstens örtlich überstanden. Gerade in der Nordschweiz blieben in den vergangen Tagen die Niederschlagsmengen meist bescheiden. An der Aaremündung fielen nur knapp 4 Millimeter Regen seit Donnerstagabend. Um das Defizit des Sommers auszugleichen wären aber 150 bis 200 Millimeter Regen nötig.

Vor der Weisshornhütte auf 2932 Metern über Meer lag heute Schnee. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Erster Schnee Vor der Weisshornhütte im Wallis auf 2932 Metern über Meer lag heute Schnee. Luzius Kuster

In der kommenden Woche wird niemand glücklich!

In den kommenden Tagen wird das Wetter in der Deutschschweiz von einer Tiefdruckrinne über Österreich und Deutschland sowie einem kleinen hartnäckigen Kaltlufttropfen (isolierte Höhenkaltluft) über den Alpen dominiert. Detaillierte Prognosen sind bei dieser Ausgangslage schwierig zu erstellen. Wahrscheinlich geht es bis und mit Mittwoch unbeständig und mit knapp 20 Grad im Norden verhältnismässig kühl weiter. Es fällt zwar Regen, gerade in der Nordschweiz dürften die Mengen aber weiterhin bescheiden bleiben, so dass die Trockenheit immer noch nicht besiegt ist. Erst in der zweiten Wochenhälfte wird es wieder sonniger und deutlich wärmer. Ab Freitag darf beidseits der Alpen wieder mir sommerlichen Temperarturen gerechnet werden. Fazit: Weder Sommerfreaks noch Landwirte können sich über das Schweizer Wetter in der kommenden Woche richtig freuen!