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Lukas Golder «Stimmbeteiligung ist bemerkenswert»
Aus News-Clip vom 13.06.2021.
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Abstimmungen Die Reaktionen der SRF-Community auf die Abstimmungsresultate

Zwei Initiativen und drei Referenden haben sich dem Stimmvolk gestellt. Spannend wurde es vor allem beim CO2-Gesetz. Die Stimmbeteiligung war mit 59 Prozent besonders hoch. In der SRF-Community sorgten zwei Abstimmungsresultate für rege Diskussionen.

Das CO2-Gesetz polarisiert das Stimmvolk

Von allen Vorlagen hat vor allem das Referendum zum CO2-Gesetz für Diskussionen gesorgt. Mit 51.6 Prozent aller Stimmen wurde dieses knapp abgelehnt. Die Community von SRF diskutiert angeregt über den Nutzen des abgelehnten Gesetzes.

Wie rettet man dann die Welt? Mit nichts tun? Indem man sagt "Es nützt nichts.", stiehlt man sich aus der Verantwortung.
Autor: Thomas BucherSRF-User

Die Befürworter des Gesetzes sehen in der Ablehnung eine verpasste Chance zum Schutz des Klimas. SRF-Userin Beatrice Fiechter sorgt sich, dass viele Stimmende aus ländlichen Regionen nur die kurzfristigen Kosten im Auge hatten und die zukünftigen Generationen vernachlässigt haben. Dominik Thürig sieht das Problem bei der Fokussierung der linken Parteien und den Verbänden: Hätte man sich für das CO2-Gesetz so stark engagiert wie für die Agrar-Initativen, wäre seiner Meinung nach ein Ja möglich gewesen.

Die grüne Umerziehungs- und Umverteilungspolitik gerät mal vorerst gehörig ins Stocken. Wird Zeit.
Autor: Franz GigerSRF-User

Die Gegner der Vorlage freuen sich über den Entscheid des Stimmvolks. Für Martin Stäheli war sein Nein-Votum klar: Für ihn sei unverständlich gewesen, wohin die durch die Teuerungen gewonnenen Gelder fliessen und was er als Bürger als Gegenleistung erhalten würde. Der Einfluss dieses Gesetzes auf den Umweltschutz sei zudem viel zu geringfügig, wenn man den Anteil der Schweiz an der Weltbevölkerung messe, meint SRF-User Ernst von Allmen. Es soll zudem keine Umverteilung der Gelder stattfinden, meinen weitere Userinnen und User.

Doppeltes Scheitern der Trinkwasser-Initiative

Die Trinkwasser-Initiative scheitert klar am Stimmvolk sowie am Ständemehr. Ausschlaggebend war die hohe Mobilisierung auf dem Land, sagt Politologe Lukas Golder.

Die Gegner der Initiative sehen dank der Ablehnung nun die Möglichkeit zur Diskussion von Lösungsansätzen. So begrüsst SRF-User Klaus Schüpbach die Ablehnung einer für ihn realitätsfremden Initiative und sieht nun Raum für praxistaugliche Lösungen. Für Mathias Roth ist klar: Das Nein an der Urne ist ein Zeichen der Wertschätzung der Schweizer Bevölkerung gegenüber der Landwirtschaft, welche täglich die Ernährungsgrundlage der Bevölkerung gewährleistet. Zudem sei die Landwirtschaft offen, bei stabilen Erträgen und Qualität eine Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln zuzulassen.

«Alle sind immer für Bio, bis es dann jeweils an die Urne geht.», meint SRF-Userin und Befürworterin der Initiative, Maria Müller. Für Franz Heeb ist das Resultat eine Enttäuschung: Man habe bewusst die Angst der Bevölkerung vor Veränderungen geschürt und den Blick in die Zukunft verunmöglicht. Er hofft nun auf ein durch die Abstimmung angeregtes Umdenken der Bevölkerung im Bereich des Umweltschutzes.

Das Covid-19-Gesetz, das Terrorismus-Gesetz und die Initiative Pestizidverbot wurden hingegen in der SRF-Community kaum diskutiert.

Was halten Sie von den Abstimmungsresultaten? Weshalb denken Sie, dass die Stimmbeteiligung so hoch war? Welche Vorlage hat Sie besonders zum Abstimmen bewegt? Sagen Sie es uns in den Kommentaren.

SRF 1, Abstimmungsstudio, 13.06.2021, 12 Uhr; srf/tscm/schd

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125 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Tüfer  (Mybco)
    Zum CO2 Gesetz. Wenn die Linken endlich aufhören würden zu versuchen in dem Land das schon heute die zweithöchsten Pro Kopf Abgaben für CO2 weiter zu bevormunden und Dinge zu erzwingen die den Wohlstand gefährden und das Klima nicht einmal unwesentlich beeinflusst und beginnen würden den Blick gegen aussen zu richten und wie bei der Friedensförderung oder der bei der Entwicklungsförderung dort Geld und Know How einzusetzen wo wirklich etwas bewegt werden kann, dann gäbe es Mehrheiten!
  • Kommentar von Jeannine Schwarz  (Bunt)
    Ohne verzicht keine bessere welt.Wir gehören zu den reichsten Menschen auf der Welt.egoismus und gleichgültigkeit haben in allen belangen gesiegt.schon die indiander wussten:erst wenn der letzte baum gerodet,der letzte fisch gefangen,der letzte fluss vergiftet ist werdet ihr merken dass man geld nicht essen kann.
  • Kommentar von Paul Simmen  (Ab und zu)
    Dem Bauernverband und der Agrar-Lobby (z.B. Fenaco - also Landi, UFA und Konsorten) ist es offensichtlich gut gelungen, schweizweit aus Bauersleuten Wutbürger zu machen. Diese Wutbürger*Innen haben sich austoben und dabei Grenzen überschreiten dürfen. Es wurde ein riesiger Schaden angerichtet und der Stadt- Landgraben durch die Bauernlobby bewusst tiefer und breiter gemacht.
    Der Salat ist angerichtet…!
    1. Antwort von Ursula Schmid  (Biobäuerin)
      Herr Sommer, das ist eine freche Unterstellung. Lesen sie die ersten Berichte zu Beginn der Kampagne. Da werden die Bauern durchs Band als Giftbauern betitelt. Erst recht, als BioSuisse die Nein-Parole für die TWI beschlossen hatte. Wütend machen mich einzig solche unsachlichen Vorwürfe.