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Swiss fordert direkt erste Rettungs-Tranche über 300 Millionen
Aus HeuteMorgen vom 07.05.2020.
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Hilfsgelder für Luftfahrt Die Swiss braucht direkt 300 Millionen – für die neue Normalität

Eine erste Tranche der vom Parlament bewilligten Rettungsgelder will die Airline so schnell wie möglich beanspruchen.

Bereits Ende Monat, spätestens aber Anfang Juni rechnet die Swiss damit, dass die ersten rettenden Millionen überwiesen werden. Die Fluggesellschaft hat das Geld nötig. Da sie praktisch nicht mehr fliegt, gibt es auch keine Einnahmen mehr.

Die erste Tranche über 300 Millionen Franken brauche man «als Überbrückung, um die entsprechende Liquidität sicherzustellen», sagt Swiss-Chef Thomas Klühr. Ab Juni, so hofft er, soll die Luftfahrt langsam wieder in die Normalität zurückfinden.

Swiss-Chef Thomas Klühr
Legende: Die Airline brauche dringend Liquidität, so Swiss-Chef Thomas Klühr. Keystone

Auswirkungen wie 9/11

Es werde aber eine neue Normalität, ist der Swiss-Chef überzeugt. Die Pandemie habe ähnliche Auswirkungen auf das Fliegen wie die Terroranschläge vom 11. September 2001 – Verbote von scharfen Gegenständen oder limitierte Flüssigkeiten im Handgepäck waren die Folgen.

Nach der Corona-Pandemie geht der Swiss-Chef nun davon aus, «dass es Vorschriften gibt zur Beachtung von Hygieneregeln, zum Masken tragen beziehungsweise andere Auflagen. Von daher wird es sich schon verändern.» Auflagen im Bereich Social Distancing erwartet Klühr ebenfalls. Wie diese genau aussehen, kann er noch nicht einschätzen.

Veränderung bei Ticket-Preisen

Eine weitere Veränderung erwartet er bei den Ticket-Preisen. «Am Anfang könnte ich mir vorstellen, weil natürlich alle Airlines um die gleichen Kunden kämpfen werden, dass es schon preisagressiv sein wird», so Klühr, «aber mittel- und langfristig erwarte ich höhere Preise.»

Langfristig erwarte ich höhere Preise.
Autor: Thomas KlührSwiss

Kurz runter, dann aber rauf mit den Preisen: So sollen die Kassen bald wieder von zahlenden Passagieren und nicht mit Rettungsgeldern gefüllt werden. Die Swiss analysiert derzeit das Online-Suchverhalten der Kunden und beobachtet die Lage bezüglich Grenzöffnung. Diese Faktoren entscheiden dann, wohin die Swiss in die neue Luftfahrtwelt zuerst fliegt.

Quelle: SDA40 Mrd. 6 Mrd. 5.3 Mrd. 2.58 Mrd. 1.87 Mrd. 280 Mio. Kultur 100 Mio. Sport 65 Mio. Kitas 40 Mio. Tourismus 23.4 Mio. Zivilschutz Ausgaben unter einer Milliarde Franken (Auswahl):Zum Vergleich: zusätzliche Corona-Ausgaben ~56 Mrd.Bundesausgaben 201971.4 Mrd.DasKreditpaketCorona-KurzarbeitErwerbsersatzÜberbrückungskrediteSanitätsmaterialund MedikamenteLuftfahrtindustrie

Heute Morgen, 7.5.2020, 6:00 Uhr

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73 Kommentare

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  • Kommentar von Rene Caduff  (Rene Caduff)
    Hört mal auf mit euren Wirtschaftsanalysen.
    Es gibt Anlagefonds von gelben Riesen der ist jetzt gleichviel Wert wie 2000 vor 20 Jahren und es werden unglaubliche Löhne bezogen Gebühren verrechnet und dafür Fernsehwerbung gemacht. Ihr merkt es nicht einmal.Die Schweizer Wirtschaft und die Swiss arbeiten sicher besser.
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  • Kommentar von Rolf Kohler  (Rolf Kohler)
    Die Swiss hat 2017 bis 2019 ca. 1,8 Mrd CHF Gewinn erwirtschaftet und bettelt jetzt um Finanzhilfe?
    Vom Mutterkonzern Lufthansa hört man dazu gar nichts?
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Rolf Kohler: Die Gewinne werden ja nicht in eine Geldschatulle gesteckt und vergraben. Sie werden gemäss den üblichen Gewinnverteilungsplänen entweder ausbezahlt oder zurückbehalten und reinvestiert oder eine Kombination davon. Das macht jede Unternehmung und ist normal.
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    2. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      Oh, Lufthansa, als rein deutsche Unternehmung, fragt beim deutschen Staat, welcher ja zuständig ist.
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  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Die meisten Kommentare sind Anti-Swiss. Und dies obwohl Swiss in ihrer Struktur kerngesund ist, aber wenn man kein Geld mehr verdienen kann/darf zwingt das jedes Unternehmen in die Knie. Die Frage ist, ob man diesen unfreiwilligen Lockdown überbrückt, damit das Unternehmen weiter existiert und dann zurückzahlt oder ob man zusätzliche Arbeitsplätze riskiert und Zürich dann von Air China bedient wird. Die Treibhausgase müssen über eine CO2-Steuer reduziert werden. Das wurde bis jetzt nicht getan.
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    1. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      Vielleicht sind die meisten Kommentare deshalb anti-SWISS, weil das Konzept SWISS über kurz oder lang überholt ist ?!?
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    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Christian Baumann: Welches Konzept wäre denn Ihrer Meinung nach besser? Das Konzept der Emirates, welche mit billigem Kerosin herumfliegt oder Air China, das Prestigeprojekt der chinesischen Regierung? Wäre froh um detailliertere Kritik.
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    3. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      @tleu: Ein Konzept, bei dem konsequent Kurzstreckenflüge < 2.5h durch Hochgeschwindigkeits-/ Nacht-Zugverbindungen ersetzt werden, die die SWISS in Zusammenarbeit mit der SBB anbietet (macht sie ja ohnehin schon auf der Strecke BS - ZH). Ersteres setzt freilich voraus, dass es in Europa noch mehr Eisenbahngesellschaften à la Suisse gäbe. Bis es soweit ist: Nachtzug. Man müsste natürlich erst einmal das Life Cycle Assessment einer solchen Umstellung genau durchrechnen (soll die ETH machen).
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    4. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Christian Baumann: Einverstanden! Aber die Swiss und die SBB sind doch die total die falschen Adressaten. Wir sind eines der kleinen Länder Europas und haben das mit unserer ausgebauten Eisenbahn ja längst umgesetzt. Vor 20 Jahren war das genau die Idee für Europa. Aber das können nur die Regierungen der beteiligten Länder umsetzen. Man muss dann das Kerosin für die Treibhausgasemissionen endlich besteuern, damit die Flugpreise steigen. Das müssen die Regierungen tun. Die Swiss kann das nicht.
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    5. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      @tleu: Wieso falsche Adressaten? Wer verbietet es dem Lufthansa-SWISS Management mit der SBB bzw. OBB über eine strategische Partnerschaft nachzudenken um Kurzstrecken in Europa zu minimieren? Niemand. ich bedauere es sehr, dass die Schweiz zu wenig Einfluss hat in Europa um das Modell SBB in andere Länder exportieren zu können. Die Besteuerung von Kerosin füllt in erster Linie den Säckl des Bundes. Ziel muss es aber sein, nicht mehr darauf angewiesen zu sein überhaupt Kerosin zu verheizen.
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    6. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      @tleu 2: Solange sich die Lufthansa-SWISS ausschliesslich im Luftraum definiert, ist sie freilich der falsche Adressat. Was für die Umstellung der Pharmabranche gilt (weg von small molecules hin zu personalised medicine), muss früher oder später auch für die Airlines gelten. Streiche (reduziere): fliegen; setzte: klimaneutrale Langstrecken-Fortbewegung. Jetzt in der Krise ist der richtige Zeitpunkt diesen disruptive change anzugehen.
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    7. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Christian Baumann: Das würden die schon machen, wenn sie etwas verdienen könnten. Fakt ist, dass die meisten Bahnen Defizite einfahren, die sie nur überleben, weil sie staatlich sind. Eine Privatunternehmung muss langfristig Gewinne machen, sonst wird das für uns als Steuerzahler zum finanziellen Albtraum. Damit die Preise stimmen, müssen die externen Kosten der Treibhausgase in die Tickets eingepreist werden. Dann geht das von selber. Die Einnahmen daraus soll der Staat p.K. zurückverteilen.
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    8. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Christian Baumann: Was Sie fordern geht nur im internationalen Verbund. Wenn Sie die Diskussionen über die verschiedenen Klimaabkommen (Rio, Kyoto, Paris, etc.) mitverfolgt haben, sollte Ihnen aufgefallen sein, dass dies extrem schwierig ist und leider viel zu langsam geht. Die Schweiz ist in diesen Verhandlungen voll eingebunden und aktiv. Es ist aber nur schon schwierig innerhalb von Europa eine Einigung zu finden, die über das absolute Minimum hinausgeht. Das ist der Job der Regierungen.
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    9. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      @tleu: Eine Privatunternehmung muss Gewinn erwirtschaften. Sie muss heutzutage aber auch ethisch handeln und abwägen, wo die Grenzen der Erwirtschaftung von Gewinnen sind. Das Wachstum der Passagierzahlen auf den Flughafen weiter voranzutreiben wäre z.B. eine solche Grenze (unseren Kindern und Enkelkindern zuliebe).
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    10. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      @tleu: Sie propagieren das St.-Florians-Prinzip! Weil die anderen auch weiter fliegen, machen wir es auch. Wir denken nicht einmal darüber nach, ob es falsch sein könnte. Wir retten zum x-ten Mal die Fluggesellschaften und machen immer die gleichen Fehler.
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    11. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Christian Baumann: Nein! Ich propagiere Kostenwahrheit. Konkret: Die Luftfahrt muss alle Kosten die sie verursacht übernehmen, auch die externen Klimakosten, die bis jetzt die Gesellschaft trägt, also auch alle, die nicht fliegen. Aber dagegen stemmen Sie sich vehement. Da sie nicht der einzige sind, kommen wir so nicht weiter und die Flughäfen werden immer grösser. Eine Unternehmung im Wettbewerb alleine kann das nicht lösen. Der Staat ist der Regulator und muss diese Kosten internalisieren.
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    12. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Christian Baumann: Die Luftfahrtunternehmen müssen nicht die Bahn neu erfinden. Swiss und Lufthansa sollen fliegen; vom Bahngeschäft verstehen die nichts. Das können SBB, DB, SNCF, FS besser. Die Hochgeschwindigkeitszüge quer durch Europa sind erfolgreich. Wenn jetzt noch die Kostenwahrheit des Fliegens erstellt wird, werden sich die Fluggesellschaften von selber vom Kurzdistanzbusiness zurückziehen und nur noch die Langdistanzen bedienen, da sie mit den Kurzdistanzen kein Geld mehr verdienen.
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    13. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      @tleu: "Aber dagegen stemmen Sie sich vehement"
      Wie können Sie so etwas behaupten?
      Ich wäre der erste der Lufthansa & Co zu Kasse bittet, weil bei uns der Aletsch abgeschmolzen ist!
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    14. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      @tleu: Ich chomm bi Ihne nöd ganz druus! Wenn ich Sie richtig verstehe, sprechen Sie sich für Hilfen/ Subventionen für die Airlines aus, andererseits argumentieren Sie, dass die Kurzstrecken massif reduziert werden sollen.
      Wenn wir letzteres diskutieren, braucht es dann noch Unterstützung für die "darbenden Airlines" oder wäre es nicht besser, die Corona Krise als notwendige Rosskur der Luftfahrtindustrie zu betrachten?
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    15. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Christian Baumann: Das ist kein Widerspruch. Es kommt nicht gut heraus, wenn Sie Umweltziele und Wettbewerbsziele wild durcheinanderwirbeln. Firmen im Wettbewerb bringen Leistungen zu den tiefstmöglichen Kosten. Das freut uns Konsumenten. Andererseits müssen die Regierungen dafür sorgen, dass die Firmen auch alle Kosten tragen, auch diejenigen, welche auf die Gesellschaft überwälzt werden. Das erreicht man mit CO2-Steuern. Wird das umgesetzt, regelt der Markt (Angebot und Nachfrage) den Rest.
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    16. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      @tleu: Eine einzelne Unternehmung (z.B. Lufthansa-SWISS) kann für den Schaden, den sie durch ihr Geschäftsmodell anrichtet gar nicht aufkommen. Ihr Eigenkapital wäre ein Tropfen auf den heissen Stein. So oft kann eine SWISS gar nicht pleite gehen, um das zu abzuzahlen was schmelzende Gletscher an Kollateralschaden verursachen. Deshalb: Kurzstrecke bleibt auch nach Corona am Boden.
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    17. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Christian Baumann: Die Swiss muss nicht für die Treibhausgase aller Fluggesellschaften der Welt bezahlen, sondern nur für die eigenen. Auf myclimate kann jeder nachrechnen wieviele Tonnen CO2 ein Flug von A nach B pro Passagier ergibt. Die Regierung muss nur noch einen Preis pro Tonne CO2 festlegen (Beim Heizöl sind es 96 Fr. pro Tonne). Der Preis wird auf die Gallonen Kerosin umgerechnet und besteuert. Dadurch übernimmt die Airline diese Kosten. Die Ticketpreise steigen, die Nachfrage sinkt.
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    18. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      @tleu: myclimate.org. Lach. Das ist ja noch schlimmer als die Simulationen von ecoinvent.org oder GREET.es.anl.gov . Was myclimat simuliert ist eine pi x Daumen Schätzung. Was Sie propagieren ist unausgegorenes grün-liberales Zeug. Sie wollen auch noch mit dem CO2-Ausstoss Geld verdienen (und zwar möglichst lange). Nochmals (zum mitschreiben): Langfristiges Ziel muss der 100%-ige Ersatz aller fossilen Brennstoffe sein. Je früher wir damit anfangen, desto schneller sind wir fertig.
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    19. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Christian Baumann: Ich persönlich verdiene gar nichts am Treibhausgas und das ist mir auch egal, denn es geht nicht um mich, sondern um den Klimawandel der uns alle betrifft, auch mich. Es ist einfach so, dass Preise rasch wirken. Was teurer wird, wird weniger nachgefragt, was billiger wird mehr. Nur darüber reden, dass die Treibhausgasemissionen um 100% sinken sollen machen wir seit 30-40 Jahren. Trotzdem sind die Emissionen immer weiter angestiegen, ausser beim Heizöl, das besteuert wird.
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