12'000 Blauhelm-Soldaten für Zentralafrika

In der Zentralafrikanischen Republik sollen Friedenssoldaten der UNO die Bevölkerung beschützen. Das fordert UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon. Seit einem Jahr bekämpfen sich dort Muslime und Christen mit brutalsten Mitteln.

Die UNO empfiehlt zum Schutz der Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik eine fast 12'000 Mann starke Friedenstruppe.

Ein militärisches Eingreifen angesichts der Gewalt richte nichts aus, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in einem Bericht an den Sicherheitsrat. Deshalb plädiere er für einen grossangelegten Blauhelmeinsatz.

Es werde aber sechs Monate dauern, bis eine UNO-Friedensmission vor Ort mit ihrer Arbeit beginnen könne. Die Truppe sollte 10'000 Soldaten und 1820 Polizisten umfassen, heisst es in dem Bericht weiter.

Blauhelm-Soldaten im Einsatz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die UNO will einen grossangelegten Blauhelmeinsatz in Zentralafrika. Keystone

Eine Million Menschen auf der Flucht

Die Europäische Union hat bereits 1000 Soldaten in Aussicht gestellt. Frankreich entsendet 2000 Kräfte und Afrika 6000 Soldaten. Deutschland prüft die Entsendung eines Lazarettflugzeugs.

Vor knapp einem Jahr hatte die muslimische Rebellengruppe Seleka die Macht in dem überwiegend von Christen bewohnten Land an sich gerissen. Auf internationalen Druck hin verzichtete Rebellenführer Michel Djotodia im Januar auf sein Amt als Staatspräsident. Seitdem machen christliche Milizen Jagd auf Muslime.

Inzwischen sind etwa eine Million Menschen auf der Flucht. Mindestens 2000 Menschen sind getötet worden.