14 Jahre Haft für Attentat auf Kölner Politikerin

Für die Messerattacke auf die heutige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist der Attentäter in Düsseldorf zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Der 45-Jährige wollte laut Gericht «ein Signal gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung setzen».

Tatort mit Polizeiwagen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Politikerin war vor der Oberbürgermeisterwahl an einer Wahlkampfveranstaltung angegriffen worden. Reuters

Der Mann der 2015 die heutige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit einem Messer schwer verletzt hatte, ist vom Düsseldorfer Oberlandesgericht wegen versuchten Mordes zu 14 Jahren Haft verurteilt worden.

«Er wollte ein Signal gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung setzen», sagte die Richterin in ihrer Urteilsbegründung. «Und er wollte ein Klima der Angst schaffen und die Politik beeinflussen.»

Deutsche Wahlkampfkandidatin attackiert

1:31 min, aus Tagesschau vom 17.10.2015

Kontakt zu rechtsextremer Szene

Der Attentäter hatte Reker am 17. Oktober 2015, einen Tag vor ihrer Wahl zur Oberbürgermeisterin von Köln, ein Jagdmesser in den Hals gerammt und vier weitere Menschen verletzt.

Reker schwebte in akuter Lebensgefahr und lag mehrere Tage im künstlichen Koma. Der Attentäter gehörte in Bonn der rechten Szene an und sass bereits drei Jahre im Gefängnis. Das Attentat hatte er zwar gestanden, im Prozess aber eine Tötungsabsicht bestritten.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Deutsche Wahlkampfkandidatin attackiert

    Aus Tagesschau vom 17.10.2015

    In einer Wahlkampfveranstaltung in Köln wurde die deutsche Politikerin Henriette Reker von einem 44jährigen Mann mit einem Messer attackiert. Die parteilose Kandidatin und Mitfavoritin für das Oberbürgermeister-Amt ist ausserdem Flüchtlingsbeauftragte der Domstadt.