15 Tote nach Selbstmordattentat auf saudische Moschee

Bei einem Selbstmordanschlag im Süden von Saudi-Arabien sind laut Staatsfernsehen mindestens 15 Menschen getötet worden. Ziel seien gläubige Polizisten gewesen. Die Terrormiliz IS hat sich zum Attentat bekannt.

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Saudi-Arabien sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet und neun Personen verletzt worden. Zunächst war gar von 17 Toten und Dutzenden Verletzten die Rede. Wie der Nachrichtensender Al-Arabija meldete, zündete der Täter eine Bombe in der Stadt Abha. Diese liegt im Südwesten des Landes. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich via Twitter zum Attentat bekannt.

Unruhige Grenzregion

Laut der Zeitung «Arab News» stand die Moschee auf einem Gelände der Anti-Terror-Polizei. Bei den Toten handle es sich um 12 Sicherheitskräfte des Sondereinsatzkommandos. Zudem kamen drei weitere Personen ums Leben.

Der Anschlagsort liegt in der Grenzregion zum Bürgerkriegsland Jemen. Dort fliegt ein von den Saudis angeführtes Militärbündnis seit März Luftschläge gegen die schiitischen Huthi-Rebellen.

Attentate gegen Schiiten

In dem streng sunnitischen Königreich gibt es seit Monaten immer wieder Terroranschläge. Meist haben die Täter schiitische Moscheen zum Ziel. Der IS bekannte sich bereits mehrmals zu Attacken.

Schiiten sind in Saudi-Arabien eine Minderheit, die sich über Diskriminierung seitens des Staates beklagt. In einigen Gebieten der ölreichen Ostprovinz bilden Schiiten sogar die Mehrheit. In Saudi-Arabien ist der sunnitische Wahhabismus, eine besonders konservative Interpretation des Islam, Staatsreligion.