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Provinz Sichuan betroffen 44 Tote bei Erdbeben und Bergrutsch in China

Riss in der Strasse.
Legende: Nach den jüngsten Erdbeben starben in China mindestens 44 Menschen. Reuters
  • Auf das Beben in Sichuan im Südwesten folgen neue Erdstösse im Nordwesten des Landes. Schwere Regenfälle lösen Bergrutsche aus.
  • 44 Menschen sind ums Leben gekommen, 270 wurden verletzt.
  • 31'500 Touristen wurden aus der südwestchinesischen Provinz Sichuan evakuiert.

Bei einem Erdbeben der Stärke 7,0 in der südwest-chinesischen Provinz Sichuan sind den Behörden zufolge mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Darunter seien auch sechs Touristen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur China News Service am Mittwoch. Zur Nationalität der Urlauber gab es zunächst keine Angaben.

Der Provinzregierung zufolge wurden zudem mindestens 247 Menschen verletzt. Insgesamt 100 Touristen seien im Naturreservat Jiuzhaigou von einem Erdrutsch eingeschlossen worden. Mittlerweile seien 31'500 Touristen aus dem gefährdeten Gebiet in Sicherheit gebracht worden, meldete die Agentur Xinhua. Am Mittwochmorgen erschütterten zahlreiche Nachbeben die Region.

Bei einem Bergrutsch, der sich wegen schwerer Regenfälle vor dem Beben ereignete, kamen im Dorf Gengdi in der Provinz weitere 25 Menschen ums Leben, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Auch im Nordwesten bebte die Erde

Ausländische Reisende kommen eher selten in das abgelegene und dünn besiedelte Gebiet, in dem die Erde öfters bebt. Unter den Leichtverletzten seien aber auch ein Mann aus Frankreich und eine Frau aus Kanada, berichtete die Agentur Xinhua. Im Mai 2008 starben bei einem Beben in Sichuan fast 70'000 Menschen.

Wenige Stunden nach den Erdstössen in Sichuan am Dienstagabend bebte am Mittwochmorgen auch mehr als 2000 Kilometer entfernt die Erde in der nordwest-chinesischen Region Xinjiang.

Das neue Erdbeben am Mittwochmorgen in Xinjiang hatte mit dem Erdbeben am Vorabend in Sichuan nichts zu tun, weil es verschiedene tektonische Gebiete seien, sagten Seismologen.

Die Behörden sprachen von einer Stärke von 6,6. Das Epizentrum lag demnach rund 100 Kilometer vor der Grenze zu Kasachstan. 32 Menschen wurden verletzt.

Nicht das erste Mal

In der Provinz Sichuan waren 2008 bei einem schweren Erdbeben der Stärke 8,0 in Wenchuan, das nur rund 200 Kilometer von Jiuzhaigou liegt, mehr als 80'000 Menschen ums Leben gekommen.

Die Region liegt an der Südwestspitze des Qinghai-Tibet-Hochplateaus und gilt als eine der erdbebenaktivsten Gegenden Chinas. Im April 2013 waren bei einem Erdbeben in Lushan rund 360 Kilometer südlich von Jiuzhaigou 196 Menschen ums Leben gekommen

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