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International 6000 US-Gefangene sollen begnadigt werden

Die USA verhängen seit gut 30 Jahren bei Drogendelikten lange Haftstrafen: Auch deshalb sind die Gefängnisse chronisch überfüllt. Begnadigungen und vorzeitige Haftentlassungen sollen nun Abhilfe schaffen.

Ein Gefängniswächter eskortiert US-Gefangene.
Legende: 25 Prozent der Häftlinge der gesamten Welt sitzen in den USA hinter Gittern. Keystone

In den USA platzen die Gefängnisse aus allen Nähten. Grund dafür sind auch die langen Haftstrafen, die bei Drogendelikten verhängt werden. Nun sollen rund 6000 Häftlinge begnadigt und vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Das berichtet die Zeitung «Washington Post» unter Berufung auf Regierungskreise. Freikommen sollen hauptsächlich Menschen, die in den vergangenen 30 Jahren wegen Drogendelikten zu langen Haftstrafen verurteilt worden waren.

In den 1980er-Jahren waren nach einer Welle von Verbrechen im Zusammenhang mit Kokain strenge Richtlinien für die Bestrafung von Drogenkriminellen erlassen worden. In den USA sitzen 2,2 Millionen Menschen hinter Gittern – das sind 25 Prozent der Häftlinge der gesamten Welt.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Das Gefangensystem in den USA ist z.T. privatisiert und lukrativ. Durch die Inhaftierung von Minderheiten verlieren diese ihr Wahlrecht, was auch Wahlen entscheiden kann. Viele ehemalige Gefangene werden zwischen ihren Leuten und der Polizei/Justiz aufgerieben. Das führt zu einer Ghettobildung und Ausgleich wird kaum möglich. Das ganze Drogenbekämpfungsprogramm ist ein riesiger Schwindel. Die Gewinne bei den Hintermännern und Geheimdiensten sind immens. So ein Geschäft lässt man nicht sausen.
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  • Kommentar von H. K. (Input)
    Sie meinen es ja gut, die Amis! Nur, der mangelnde Erfolg mit ihrer Art der Problemlösung, sollte sie eigentlich hellhörig machen! Wie lösen andere Länder die selben Probleme!? Was die Ausbildung anbelangt, haben sie begonnen, das Schweizer Modell zu übernehmen! Ist doch super, wenn man lernfähig bleibt!
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  • Kommentar von Kim Hansson (Freddy Tobler)
    In der USA sitzen prozentual am meisten Menschen in Gefängnissen, mehr als in China oder Nordkorea, ist auch ein Mittel um Geld zu verdienen, private Gefängnisse bauen. Hinzu kommt das es die einzige sozialpolitische Massnahme ist in einem Land in welchem die Mittelschicht 2 8h Jobs braucht um überleben zu können. Die Unterschicht sitzt in Vierteln wo sich kaum Polizei hinein traut wegen den Bandenkriegen. Das ist Kapitalismus im Endstadium: Arm gegen Arm, mit Waffen die Reiche verkauft haben.
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