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International Airbus A400M abgestürzt: Vier Tote, zwei Überlebende

Beim Absturz eines Militärtransporters bei Sevilla sind laut den Behörden vier Crew-Mitglieder ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Der spanische Premier hatte zuvor von acht bis zehn Toten gesprochen.

Legende: Video Ursache des Absturzes noch unklar abspielen. Laufzeit 00:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.05.2015.

Der Absturz eines Militärtransporters vom Typ Airbus A400M am Samstag in Spanien hat offenbar weniger Menschenleben gefordert, als zunächst befürchtet worden war. Vier Menschen starben, wie der Präfekt von Andalusien, Antonio Sanz, bekanntgab. Die Rettungsdienste bargen aus den Trümmern der Maschine in der Nähe des Flughafens von Sevilla ausserdem zwei schwer verletzte Überlebende.

Legende: Video Das Wrack des abgestürzten Militärflugzeugs abspielen. Laufzeit 00:27 Minuten.
Aus News-Clip vom 09.05.2015.

Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy hatte zunächst von acht bis zehn Toten gesprochen. Die Opfer seien höchstwahrscheinlich alles spanische Mitarbeiter von Airbus, sagte Rajoy. Die Überlebenden wurden laut lokalen Medien schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Einer der Verletzten musste künstlich beatmet werden, so die Nachrichtenagentur Efe. Der andere Verletzte habe Knochenbrüche und Verbrennungen erlitten.

Pilot setzte Notruf ab

Der Absturz ereignete sich in der Nähe des Flughafens von Sevilla in Südspanien. Dort werden die Transportflugzeuge montiert und getestet, ehe sie an die Luftstreitkräfte diverser Staaten übergeben werden. Die Maschine sei zu einem Testflug gestartet, hiess es. Sie stürzte unmittelbar nach dem Start aus noch unbekannter Ursache ab und zerschellte am Boden. Der Pilot soll kurz vor dem Aufprall einen Notruf abgesetzt haben.

Tweet der Feuerwehr von Sevilla

Der Flugbetrieb in Sevilla wurde für mehrere Stunden eingestellt, berichtete die Agentur Efe. Die Feuerwehr des Flughafens eilte zu der Unglücksstelle, über der eine dicke schwarze Rauchwolke stand.

Flugzeug für türkische Luftwaffe

Das Flugzeug war für das türkische Militär bestimmt. Dies teilte der Hersteller Airbus Defense & Space mit. Es hatte sich noch in der Testphase befunden und war noch nicht an die Streitkräfte des Landes ausgeliefert worden.

Der Hersteller bestätigte damit die Informationen, bei dem abgestürzten Flugzeug handle es sich nicht um eine der von der deutschen Bundeswehr bestellten Maschinen. Die Bundeswehr hatte die erste und bislang einzige A400M im vergangenen Dezember erhalten. Insgesamt hat Deutschland 53 Maschinen bestellt.

Für die Bundeswehr ein Sorgenkind

Der A400M zählt zu den Pannen-Projekten der Bundeswehr. Die Entwicklung der Militärmaschine hatte sich um Jahre verzögert. Ausserdem ist das Flugzeug teurer geworden als zunächst geplant. Ein Schutzsystem für Einsätze in gefährlichen Gebieten lässt noch auf sich warten.

Der Airbus A400M

Der Airbus A400M

Der Militärtransporter Airbus A400M «Grizzly» soll veraltete Transportmaschinen verschiedener Luftstreitkräfte ersetzen. Der Prototyp wurde 2009 erprobt. 2013 stellte die französische Luftwaffe das erste Serienmodell in Dienst. Der A400M kann über längere Strecken im Tiefflug und zum Absetzen von Lasten oder Fallschirmspringern eingesetzt werden.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Der Airbus A400M flog nach Informationen ca. 15 min, bevor es einen grossen Ausfall der Triebwerke gab. Das lässt auf einen Defekt/Ausfall eines zentralen Steuerelements der Triebwerke schliessen. Die Abklärung wird zeigen, ob es Software- oder Hardware-Problem war. Da bei der Fertigung des Flugzeuges viele Fachleute aus unterschiedlichen Nationen beteiligt sind, könnte die Ursachenforschung auch ein Politikum werden.
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  • Kommentar von Stanic Drago, Delemont
    A400M ist ein politische Projekt. Es wird in viel Länder gebaut und dann zusammen gesetzt. Das führte zu Verzögerungen. Laut Politiker diese Projekt muss alles können und wegen seine Größe ist das nicht möglich. USA hat 3 verschiedene Typs von Transport Flugzeugen und EU wollte alles in einen haben. Wenn Werk Manschaft abstürzt welche sehr viel Erfahrung hat, dann ist diese Flugzeug weit von beendung entfernt. Mein Beileid an Familie.
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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Bei der Wunschliste dieses Projektes sind zuviele "Köche" am Werk gewesen, die zu wenig Ahnung von der Machbarkeit haben. Dazu kam dann ein Zeitdruck aufgrund der Wünsche der Besteller. Die wichtigsten Personen (Planer und Konstrukteure) hatten zu wenig Einfluss. Aufgrund der jetzigen Erkenntnisse könnte ein Montagefehler eine mögliche Ursache sein.
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