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International Angriff bei Ausstellung von Mohammed-Karikaturen in den USA

Im US-Bundesstaat Texas kam es bei einem Mohammed-Karikaturen-Wettbewerb zu einer Schiesserei. Die Polizei tötete die beiden Angreifer.

Legende: Video Anschlag in Texas abspielen. Laufzeit 01:30 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.05.2015.

Bei einem Anschlag auf eine islamkritische Kunstausstellung in den USA sind die beiden Angreifer von der Polizei getötet worden. Die Männer hätten in Garland im Bundesstaat Texas das Feuer auf einer Veranstaltung eröffnet, bei der Mohammed-Karikaturen gezeigt worden sind. Dies teilte die Stadtverwaltung des Vorortes von Dallas mit. Polizisten erschossen darauf die Attentäter.

Der Anschlag ereignete sich am Abend in einem Veranstaltungszentrum der Stadt. Die Angreifer fuhren mit einem Auto kurz vor Ende der Ausstellung vor das Gebäude und schossen auf einen Wachmann und verletzten ihn. Beim anschliessenden Schusswechsel tötete die Polizei die Angreifer.

10'000 Dollar für die beste Karikatur

Die Veranstaltung in der Nähe von Dallas war von der New Yorker «Amerikanischen Initiative zur Verteidigung der Freiheit» (AFDI) organisiert worden. Die AFDI hatte 10'000 Dollar als Preis bei dem Karikaturenwettbewerb ausgelobt. An der Veranstaltung hatte auch der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders teilgenommen. In einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP schrieb Wilders, er sei «schockiert» über den Vorfall. «Das ist ein Angriff auf uns alle», schrieb Wilders.

Der Zeitung «The Dallas Morning News» zufolge hatten im Vorfeld Gegner der Ausstellung den Wettbewerb als Angriff auf den Islam bezeichnet. Die Veranstalter von der «Initiative zur Verteidigung der amerikanischen Freiheit» hingegen rechtfertigten sich mit dem Verweis auf die Meinungsfreiheit. Die Organisation tritt landesweit als Islam-Gegner auf.

Anlass fügt sich in eine Reihe von Anschlägen

Der Anschlag ähnelt dem Attentat auf eine Veranstaltung mit einem Mohammed-Karikaturisten in Kopenhagen im Februar, bei dem ein 22-Jähriger Muslim zwei Menschen erschossen hatte. Wenige Wochen zuvor hatten Islamisten Anfang Januar in Paris bei Anschlägen auf die Satirezeitung «Charlie Hebdo» und einen jüdischen Supermarkt 17 Menschen getötet.

Für viele Muslime ist die bildliche Darstellung des Propheten Gotteslästerung. Mohammed-Karikaturen in Medien führten in den vergangenen Jahren wiederholt zu Anschlägen in Europa und zu gewaltsamen Protesten in muslimischen Ländern.

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83 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Schändlichste Karikaturen sind in musl.Ländern an der Tagesordnung,sogar in Buchform zu finden.Rel.+pol.Propaganda bedient sich seit jeher nicht nur der mündl.+schriftl.Sprache.Gerade antisem.Cartoons fand man zuhauf damals nicht nur in De,sondern bis heute auch im arab.Raum.Nebst Ungläubigen allg.,den USA+westlKultur im Besonderen,sind Juden Hassobjekt Nr.1.Entmenschlicht,dämonisiert u.als Gottesmörder dargestellt,ist die Vorstellung des korrupten jüd.Charakters in der isl.Welt schon Tradition.
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  • Kommentar von Max Haller, 9000 ST. Gallen
    Solange wir mit Drohnen über die Köpfe anderer zu regieren versuchen, solange werden wir uns vor Gegenreaktionen fürchten müssen. Solange wir selbst nicht tolerant sind und Religionsfreiheit mit Füssen treten, solange wird es Terror geben. Solange wir bei den anderen den Hebel ansetzen und nicht bei uns selbst, solange werden die anderen das auch nicht tun. Solange man provozierend mit der Klausel "Gott schütze Amerika" jeden Satz schliesst, solange wird auch ein anderer Allah missbrauchen.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      M.Haller "Solange wir mit Drohnen..." Wir? "Solange wir bei den anderen den Hebel ansetzen,nicht bei uns selbst" 1.Umgekehrt! Es gibt wohl kein toleranteres Land als die CH.Man muss da schon fast von blödsinniger Naivität sprechen.Toleranz gegenüber Intoleranz bis zur Verleugnung der eigenen Kultur ist Förderung von Parallelgesellschaften,der Anfang vom Ende eines Staates. 2.Höchste Zeit, offizeill diesen integrationshemmenden, kulturell arch.Ballast aus dem Katalog Religionsfreiheit zu kippen.
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Sehen wir es gar einmal so : Christliche Fanatiker würden in eine Mosche stürmen und um sich schiessen, weil dort die Christen als Ungläubige dargestellt werden und nur Allah als der einzig richtige Gott für alle Menschen dargestellt wird. Da würde der offene Religionskrieg ausbrechen , so vermute ich es . Also auch hier müsste der Staat mit Recht solche christliche Terrorleute unschädlich machen um die Muslime zu beschützen. Niemand hat ein Recht Gewalt auszuüben - einzig zum Schutz der Staat
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