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International Ariel Scharon ringt mit dem Tod

Der Zustand des früheren israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon hat sich weiter verschlechtert. Scharon schwebe «in höchster Lebensgefahr», so das Scheba-Spital bei Tel Aviv.

In den letzten Stunden habe sich sein Zustand verschlimmert, «und seine Familie weicht nicht mehr von seiner Seite», hiess es weiter. Das Armeeradio zitierte Mitarbeiter des Spitals mit den Worten, der prominente Patient habe nur noch «wenige Tage, wenn nicht Stunden zu leben».

Nach ärztlichen Angaben versagen seit dem Neujahrstag die Nieren des 85-Jährigen, der seit acht Jahren im Koma liegt; auch andere Organe funktionieren zunehmend schlechter. Scharon wird seit einem im Januar 2006 erlittenen Schlaganfall in der grössten Klinik Israels künstlich ernährt.

Der in Israel als Kriegsheld verehrte Politiker hatte 2005 den einseitigen Rückzug aus dem Gazastreifen durchgesetzt. Nach einem Streit mit den alten Weggefährten verliess Scharon den 1973 von ihm mitbegründeten rechtsorientierten Likud-Block und gründete im November 2005 die neue Partei Kadima.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von D. Flückiger, Zürich
    Ich wünsche A. Scharon einen angenehmen und ruhigen Frieden. Er sollte gehen dürfen. Egal was er verbrochen oder gemacht hat. Meiner Meinung nach gibt es immer beide Seiten, die zum Konflikt beitragen, jedoch sollte jeder Mensch in Frieden gehen dürfen. Natürlich kann man nichts mehr rückgängig machen und man kann verstehen oder nicht, aber in solchen Momenten sollte eine Person den letzten Frieden erhalten und in frieden sterben dürfen. Keine Geräte und keine schlimmen Operationen...
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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronscnhofen
    Was soll diese Meldung: Scharon ringt schon seit 8 Jahren mit dem Tod. Nach der modernen Hirntod-Definition ist er schon tot. Jeden Tag sterben Millionen.
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    1. Antwort von Jason Hunter, Schweiz
      Für die Medien ist er halt eben wichtig. Und Geld wert sowieso. Und auch Michael Schumacher ist ein Goldesel für die Zeitungen, weil er ja so viel wichtiger ist als irgendjemand, der einen Skiunfall hat und mit dem Tode kämpft. Ich hoffe um eine rasche Genesung damit wir von weiteren Meldungen um unwichtige Prominente verschont werden.
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    2. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Jetzt kommen Sie schon zum zweiten mal mit dem Hirntod. Ariel Sharon lag die letzten 8 Jahre im Wachkoma; das ist nicht dasselbe!
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    3. Antwort von A.Käser, Zürich
      M.Boder/Nur möglich dank moderner Medizin.Wünsche nicht dem schlimmsten Verbrecher eine solche Folter.Was ist Leben?Was ist Tod?Von den psychischen Auswirkungen,die ein solcher "Zustand" bei den nahen Angehörigen hinterlässt,ganz zu schweigen.Und nicht zuletzt müssen auch noch die Kosten beachtet werden,die dieses inszeniertes Leid generieren.Der Umgang und die Haltung unserer gegenwärtigen Gesellschaft gegenüber dem Tod,darf als pathologisch bezeichnet werden.
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    4. Antwort von M. Bolder, Muhen
      @A. Käser: Ich stimme Ihnen vom psychologischen Standpunkt her durchaus zu. Nur wurde Sharon meines Wissens nie als hirntot erklärt. Im Gegenteil wurden 2013 sogar Gehirnaktivitäten bei ihm gemessen. Ich störte mich lediglich an der wiederholten meines Erachtens falschen Information C. Halbeisens. Solche Meldungen helfen uns nicht weiter. Zu fragen wäre auch noch, wer den Wunsch äusserte, dass Sharon künstlich am Leben erhalten werden soll. Möge er nun in Frieden ruhen.
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    5. Antwort von Charles Halbeisen, Bronscnhofen
      @M. Bolder. Sie rennen offene Türen ein. Ich bin völlig Ihrer Meinung. Sie sehen wie wichtig Sprache ist. Wer hat das Recht zu definieren, wann ein Mensch tot ist. Das ist ein juristisches, gesellschaftspolitisches Problem, dessen sich die meisten unserer Mitbürger gar nicht bewusst sind nach dem Motto: "Was ich schwarz auf weiss als "medizinisch-wissenschafliche" Aussage besitze, kann ich getrost als Wahrheit nach Hause tragen.
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