Zum Inhalt springen

International Assad: «Verhandeln mit den Militanten? Nein.»

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hat den Einsatz chemischer Waffen erneut bestritten. Verhandlungen mit den Aufständischen schloss er aus. Zu den Wahlen 2014 könne er aber nochmals antreten.

Assad.
Legende: Wenn das Volk es wolle, werde er nochmals bei Wahlen antreten. Keystone

«Wir haben keine Chemiewaffen eingesetzt. Das ist falsch», sagte Assad in einem
«Spiegel»-Interview. Er bringe sein eigenes Volk nicht um.

100'000 Tote

Zweifel äusserte der Staatschef an einem UNO-Bericht über die Giftgasangriffe vom 21. August, bei denen über 1000 Menschen starben. Niemand könne mit Bestimmtheit sagen, dass Raketen eingesetzt worden seien. Assad warf seinen Gegnern vor, selbst das Nervengas Sarin verwendet zu haben. Den Experten, die nun mit der Inspektion der Chemiewaffen beginnen, sagte Assad volle Zusammenarbeit zu.

Auf die Frage nach Verhandlungen erwiderte Assad: «Mit den Militanten? Nein.» Er meint damit seine bewaffneten Gegner. Nach seiner Definition ist die politische Opposition unbewaffnet. Er habe keine andere Option, «als unsere Heimat zu verteidigen».

Assad bot Neuwahlen noch vor Ende seiner Amtszeit im August 2014 an. Er trete nochmals an, wenn das Volk es wünsche. Bei den Kämpfen sind seit 2011 nach UNO-Angaben 100'000 Menschen getötet worden.

3 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von A. Holenstein, Cross'n'Star
    Mit Wahabiten, Salafisten und anderer islamistischen Extremisten kann man als Demokrat nicht verhandeln. Diesen Brainfuck von Gottesstaat mit Scharia-Recht sollte man am Besten mit der Umgehung von Tankstellen und Oel- bzw Gasheizungen ausmerzen. Die Petrodollars haben eine faschistische Ideologie zur gefährlichsten Macht der Welt werden lassen. Und ihr Anführer sitzt im Weissen Haus! Darum Shutdown USA!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Man muss Assad nicht gutfinden um zu erkennen, dass er in Syrien bei WEITEM das kleinere Übel ist. Dass dies der Westen nach den Entwicklungen in Ägypten und Libyen, wo seit dem Sturz von Gaddafi nur noch Chaos herrscht, immer noch nicht begreifen will und weiterhin den Jihadisten in die Hände spielt, ist eine absolute Schande. Obama und Co. interessiert nicht mal, dass mit dieser Politik auch noch die neben den Kopten letzte grosse christliche Gemeinde im Nahen Osten ausgelöscht wird.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Man muss Assad nicht gut finden, na klar doch. Aber was wird sein nach Assad ??? - Diese Zeit wird kommen, ob man will oder nicht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen