Athen entlässt über 500 korrupte Staatsdiener

Sie haben blau gemacht, statt zu arbeiten. Oder sich am Staat bereichert. Nun hat die Regierung drastische Konsequenzen gezogen.

Staatsangestellte demonstiererten 2011 Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Viele Staatsangestellte verloren wegen der Sparmassnahmen bereits ihre Stelle. Im Bild: eine Demonstration von 2011. Reuters/archiv

Im Kampf gegen Korruption und Vetternwirtschaft hat Griechenland zahlreiche Staatsdiener entlassen. In den ersten acht Monaten des Jahres waren es insgesamt 562, wie das Ministerium für Verwaltungsreform mitteilt.

In vielen Fällen seien «unglaubliche Zustände» aufgedeckt worden, hiess es. «Rekordhalter» sei ein kommunaler Staatsdiener, der zwischen 2010 und 2014 insgesamt 1005 Tage nicht zum Dienst erschienen war. Ein anderer war 2012 und 2013 insgesamt 558 Tage lang nicht zur Arbeit gegangen, wobei festgestellt worden sei, dass er im Ausland arbeitete, erklärte das Ministerium.

Dutzende Beamte hatten den Angaben zufolge Beträge zwischen 2000 Euro und 350'000 Euro unterschlagen. Griechenland will die Verwaltung straffen und effizienter gestalten. Insgesamt sollen bis zum Jahresende 6500 Staatsdiener gehen.