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International Auch Nigeria ruft den Ebola-Notstand aus

Die Ebola-Epidemie breitet sich in Westafrika weiter aus. Nun hat auch Nigeria den nationalen Notstand erklärt. Zwei weitere Ebola-Infektionsfälle wurden dort bestätigt. In Kanada wurde zudem ein Nigeria-Rückkehrer mit Ebola-Symptomen unter Quarantäne gestellt.

Legende: Video Ebola: Notstand in Nigeria abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.08.2014.

Der Nigeria-Rückkehrer hat sich mit Fieber und anderen Symptomen in der Notaufnahme eines Spitals in einem Vorort von Toronto gemeldet. Dieses traf darauf die höchsten Sicherheitsmassnahmen und isolierte den Patienten.

Untersuchungen sollen nun zeigen, ob der Mann tatsächlich mit dem hochgefährlichen Ebola-Erreger infiziert ist, wie das Spital mitteilte.

Nigeria im Notstand

In Nigeria sind zwei weitere Ebola-Infektionsfälle bestätigt worden. Damit seien in dem westafrikanischen Land insgesamt neun Fälle registriert worden, teilte der Gesundheitsminister mit. In zwei Fällen verlief die Krankheit tödlich. Es gebe sechs weitere Verdachtsfälle, 139 Menschen stünden unter Überwachung.

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan hat unterdessen den nationalen Notstand erklärt. Damit kann er verfassungsmässige Rechte wenn nötig ausser Kraft setzen. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Menschenansammlungen zu meiden. So wollen die Behörden eine weitere Verbreitung der Krankheit verhindern. Zudem bewilligte der Präsident 1,9 Milliarden Naira (8,6 Millionen Euro) an Soforthilfe im Kampf gegen die Krankheit.

Der nationale Notstand gilt bisher schon in Sierra Leone und Liberia. In diesem westafrikanischen Land stellte die Regierung drei Städte unter Quarantäne und liess sie durch die Armee abriegeln.

Das westafrikanische Guinea hat unterdessen seine Grenzen zu Sierra Leone und Liberia geschlossen. Ziel sei es, die Ausbreitung der Ebola-Epidemie zu stoppen, erklärte die Regierung in Conakry. Die Maßnahme sei in Absprache mit den beiden Nachbarstaaten ergriffen worden.

Für die WHO ein Notfall

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte die Ebola-Epidemie in Westafrika am Freitag zum internationalen Gesundheitsnotfall. Die Epidemie lasse sich nur mit Hilfe einer weltweiten Mobilisierung bekämpfen, warnte WHO-Chefin Margaret Chan. Es ist erst das dritte Mal, dass die WHO einen derartigen Notfall ausruft.

Der Ebola-Epidemie in Westafrika sind nach Angaben der WHO seit Anfang des Jahres fast eintausend Menschen zum Opfer gefallen, etwa 1800 Menschen infizierten sich.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Die Letalität in % obiger Graphik betrachtet fällt auf, dass sie zwischen 52.7 bis 80,6% (1995) pendelt. Denke in 1. Linie davon abhängig, wie vor Ort die medizinische Infrastruktur zu Seuchenbehandlung/Prävention ausgebaut ist. Dazu Ignoranz. Wenn man bedenkt, wie 1976 der erste allgemeine Ausbruch in einem belgischen Missionskrankenhaus nahe Ebola Fluss zustande kam. Die besassen gerade mal 5 Injektionsnadeln, unsterilisiert an hunderten gebraucht. Heute weiss (fast) jeder Junkie, so nicht!
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stansd
    Nun sollen die Schweizer Bauern die Polen und Portugiesen durch Asylanten aus Eritrea und NIGERIA ersetzen. Nach neusten Meldungen sind nun auch in Nigeria Ebola Fälle aufgetreten. Mir wird langsam ungeheuer, wenn das Amt für Migration Asylanten aus diesem Land bei unseren Bauern arbeiten lassen will. Muss es zuerst wie immer "chlepfä und tätschä, bis für die Eritreer ein Einreiseverbot und gar ein Arbeitsverbot auferlegt wird?
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    1. Antwort von B. Küng, Biel
      Zelger, bleiben Sie auf dem Teppich! Für die Arbeit auf den Landwirtschaftsbetrieben kommen nur anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene in Frage, also Menschen die schon einige Zeit in der Schweiz sind und somit ganz sicher nicht an Ebola erkrankt sind. Ausserdem zeigt Ihnen ein Blick auf eine Afrika-Landkarte, das Eritrea im Osten des Kontinents liegt, also weit entfernt von den Ebola-Ländern in Westafrka.
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