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International Ausschreitungen am Unabhängigkeitstag in Warschau

Nach Krawallen bei einer Kundgebung von Nationalisten am polnischen Unabhängigkeitstag sind 72 Menschen festgenommen worden. Die Demonstranten hatten Polizisten mit Steinen beworfen und die russische Botschaft mit Feuerwerkskörpern beschossen. 31 Personen wurden verletzt.

Legende: Video Ausschreitungen in Warschau (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 00:15 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.11.2013.

Bei den Auseinandersetzungen mit gewalttätigen Demonstranten wurden am Montagabend zwölf Polizisten verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ausserdem hätten 19 Demonstranten Verletzungen erlitten.

Mehrere hundert rechtsradikale und nationalistische Demonstranten hatten am Montag bei ihrem Aufmarsch Steine und Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen. Die Beamten setzten Tränengas und Wasserwerfer ein.

Botschafter einberufen

Als die Warschauer Stadtverwaltung die Kundgebung nach ersten Zusammenstössen auflösen wollte, zogen mehrere hundert Menschen vor die russische Botschaft.

Da die Polizei die Vorderseite des Geländes bereits abgeriegelt hatte, versuchten einige Randalierer, von hinten auf das weiträumige Gelände vorzudringen. Auch Feuerwerkskörper wurden auf das Botschaftsgelände geworfen.

Das polnische Aussenministerium und Ministerpräsident Donald Tusk verurteilten die Zwischenfälle als unentschuldbar. Die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete, der polnische Botschafter in Moskau sei ins russische Aussenministerium einbestellt worden.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Albert Planta, Chur
    Es sind die nach der Wende Zukurzgekommenen, die den Rechtsnationalen hinterherlaufen. Die Profiteure des Realen Sozialismus sind entweder Wendehälse und haben sich mit den neuen Begebenheiten arrangiert oder sind in Parteien wie "Die Linke" organisiert.
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  • Kommentar von Samuel Bendicht, Bern
    Wehe es wären Linke gewesen, die solche Krawalle vom Zaun brechen; Das Forum hier wäre sicher voll von Hetze gegen dieses "Linke Pack". Aber eben hier machen ja einmal mehr eine befreundete Partei der SVP Stimmung gegen Demokratie und Rechtsstaat. Dass scheint ja inzwischen Europäische Realität zu sein und wer sagt dass diese neofaschistischen Aufstände (Polen, Griechenland, Ungarn, Frankreich, Deutschland, und leider auch in der Schweiz) europaweit koordiniert seien, gilt ja als paranoid.
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @S. Bendicht: Vordergründig haben Sie recht. Leider ist es jedoch so, dass in der Geschichte der europ. Nationalstaaten noch viele Menschen glauben, dass gemachtes Unrecht noch nicht vergolten ist und somit haben nationalistische Gruppen immer wieder und auch auf lange Sicht regen Zulauf. Das ist aber auch in Russland nicht anders. Ihre Leier bez. SVP ist ermüdend......Lernen Sie erst die Geschichte Europas der letzten 300 Jahre kennen u. dann sprechen wir weiter.
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