Bald Frauen als Diakone?

Papst Franziskus macht Gläubigen neue Hoffnungen auf Reformen in der katholischen Kirche: Konkret erwägt er die Zulassung von Frauen zum Diakonenamt.

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Bildlegende: Der Papst geht auf die Frauen zu: Franziskus lässt die Möglichkeit weiblicher Diakone prüfen. Keystone

Frauen sollen in der katholischen Kirche möglicherweise bald ein geweihtes Amt übernehmen dürfen. Papst Franziskus lässt prüfen, ob Frauen zu Diakoninnen geweiht werden können.

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Seelsorge und Predigt

Diakone stehen in der katholischen Hierarchie eine Stufe unter dem Priester. Sie übernehmen Aufgaben im liturgischen Dienst, etwa die Mitwirkung bei der Messfeier, und sind überdies seelsorgerisch tätig. Diakone dürfen in Messfeiern die Predigt halten, die Sakramente der Taufe und der Eheschliessung spenden und Trauergottesdienste halten.

Er sei zur Einsetzung einer Kommission zur Prüfung dieser Möglichkeit bereit, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche nach Angaben von Journalisten bei einem Gespräch mit Ordensvertreterinnen im Vatikan.

Einsatz für Gleichberechtigung

Papst-Sprecher Federico Lombardi wollte die Äusserungen des katholischen Kirchenoberhauptes zunächst nicht bestätigen. Er wolle noch Details zu den Äusserungen des Papstes abwarten, sagte er.

Der argentinische Papst hat bereits wiederholt seinen Willen bekundet, etwas gegen die grosse Ungleichheit zwischen Mann und Frau in der katholischen Kirche zu unternehmen. Bislang hat er aber kaum konkrete Massnahmen ergriffen.

Dass auch das Priesteramt für Frauen geöffnet werden könnte, hat Franziskus explizit ausgeschlossen. Seine Vorgänger, insbesondere Papst Johannes Paul II., hätten diese Frage lange geprüft, bevor sie sich dagegen entschieden hätten, machte Franziskus geltend.

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