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International Ban warnt vor Gefahren für Chemiewaffen-Experten

Nachdem sich der Sicherheitsrat per Resolution auf die Zerstörung der syrischen Chemiewaffen geeinigt hat, geht es jetzt an die Details. UNO-Generalsekretär Ban legt einen Einsatzplan vor.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon spricht am Rednerpult.
Legende: Ban Ki Moon sagt: Nach Syrien sollten nur so viele Experten reisen wie wirklich nötig sind. Keystone

Zur Zerstörung der syrischen Chemiewaffen skizzierte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon seinen Plan zur Vernichtung der C-Waffen. Nach seiner Auffassung ist ein internationales Überwachungsteam von 100 Experten nötig, bestehend aus UNO und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Die OPCW werde die «technische Führung» übernehmen, die UNO die «strategisch koordinierende Rolle», so Ban.

Ban warnt darin auch vor den «beispiellosen Gefahren», denen die Waffeninspektoren ausgesetzt sein würden. Die Experten müssten «Frontlinien überqueren und in einigen Fällen Gebiete, die von bewaffneten Gruppen kontrolliert werden, die dieser gemeinsamen Mission gegenüber feindlich eingestellt sind».

Ja des Sicherheitsrats nötig

Um die hohen Sicherheitsrisiken soweit wie möglich in Griff zu bekommen, solle die Mission einen Stützpunkt in Zypern aufbauen. Nach Syrien solle lediglich der Teil des Personals geschickt werden, der unbedingt vor Ort erforderlich sei, schlägt Ban vor.

Finanziert werden soll der Einsatz aus dem Budget von UNO, OPCW und einem neu zu gründenden Fonds.

Bei den von Ban skizzierten Grundlagen handelt es sich zunächst um Vorschläge. Bevor diese umgesetzt werden könnten, müssten sie vom Sicherheitsrat in eine Resolution gegossen und verabschiedet werden.

3 Kommentare

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  • Kommentar von T. Bischofberger, Brugg
    Ban warnt Dass ich nicht lache. Dieser Choleriker rasselt einwenig mit dem Säbel und das wars dann auch schon.......... Handeln wäre angesagt aber das steht in keinem Reglement.........
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  • Kommentar von kari huber, surin
    Die Schmutzallianz der menschenverachtenden Despoten Assad und Putin hat wieder gewonnen. Den USA etwas abgetrotzt, das nie funktionieren wird. Jetzt braucht es rasch den Schutzschild gegen ballistische Waffen, und zwar ohne Einbezug der Russen. Danach können sich die gerechtigkeits- und friedliebenden Nationen dieser Erde vielleicht wieder einigermassen sicher fühlen.
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  • Kommentar von Urs Schmidlin, Riehen
    Im Tagesanzeiger (online) konnte man es ja bereits lesen: „Der russisch-amerikanische Abrüstungsplan erscheint vielen Experten als unrealistisch. Eine vollständige Vernichtung der syrischen C-Waffen in der ersten Hälfte 2014 sei nicht möglich, sagte Oliver Thränert, Leiter des Thinktanks des Center for Security Studies der ETH Zürich und Experte für ABC-Waffen, kürzlich in einem Interview mit Tagesanzeiger.ch / Newsnet“.
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