Berichte: Israel tötet Hisbollah-Anführer in Syrien

Ein Anführer der Schiitenmiliz Hisbollah ist Medienberichten zufolge bei einem israelischen Luftangriff in Syrien getötet worden. Mustafa Badreddine war einer der Verdächtigen im Fall des Sprengstoffattentats von 2005 auf den früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri.

In Syrien ist nach Angaben des Fernsehsenders al-Majadin ein hochrangiger Kommandant der Hisbollah getötet worden. Mustafa Badreddine sei am Dienstagabend gestorben, bestätigte die vom Iran unterstützte Miliz am Freitag.

Es werde nun untersucht, ob es sich um einen Luftangriff, einen Raketen- oder einen Artilleriebeschuss gehandelt habe. Der libanesische Fernsehsender al-Majadin hatte zuvor berichtet, Badreddine sei bei einem israelischen Luftangriff getötet worden. Israel reagierte zunächst nicht darauf.

Lange Karriere

Badreddine habe an den meisten Operationen der Hisbollah seit 1982 teilgenommen. Er ist einer der Hauptverdächtigen im Mordfall am ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri im Jahr 2005 und war vor dem von den Vereinten Nationen unterstützten Sondertribunal für den Libanon angeklagt. Bei dem Bombenattentat am 14. Februar 2005 in Beirut waren ausser dem anti-syrischen Politiker Hariri 22 weitere Menschen ums Leben gekommen.

Er wurde zudem wegen seiner Beteiligung an Bombenattentaten 1983 in Kuwait zum Tode verurteilt, konnte aber 1990 nach dem Einmarsch des irakischen Machthabers Saddam Hussein in Kuwait aus dem Gefängnis entkommen. Die Hisbollah-Miliz kämpft in Syrien auf der Seite der Regierung von Baschar al-Assad.