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International Berlusconi wählt Sozialdienst

Der Ex-Premier Italiens Silvio Berlusconi möchte lieber Sozialdienst leisten als hinter Gitter. Berlusconi war im Sommer wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden.

Berlusoni den Kopf auf die Hand gestützt.
Legende: Ex-Premier Silvio Berlusconi möchte seine Strafe mit Sozialdienst abarbeiten. Keystone

Einen entsprechenden Antrag hat der Ex-Ministerpräsident bei einem Mailänder Gericht gestellt, teilten seine Anwälte mit. Die Alternative zum Sozialdienst wäre Gefängnis oder Hausarrest in einer seiner Villen gewesen.

Aufgrund seines fortgeschrittenen Alters kann der 77-Jährige seine Präferenzen angeben, welche Strafe er antreten will. Ob der Antrag jedoch bewilligt wird ist noch offen. Auch ist nicht klar, zu welcher Form von Sozialdienst Berlusconi antreten müsste. Im Normalfall kommen Einsätze in Suppenküchen für Obdachlose, Zentren für Drogensüchtige oder in Altersheimen infrage.

Berlusconi war diesen Sommer in letzter Instanz wegen Steuerhinterziehung zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Infolge einer Amnestie wurde die Strafe auf ein Jahr reduziert. Dem ehemaligen Regierungschef droht wegen der Verurteilung zudem der Ausschluss aus dem Senat, über welchen in Kürze entschieden werden dürfte.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Albert Planta, Chur
    Wie wäre es, wenn dieser Mann einen Teil seines riesigen Vermögens in die Sozialdienste stecken würde? Da könnte er sein angekratztes Image aufpolieren.
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  • Kommentar von B. Piano, Jura
    Berlusconi soll Gemüse putzen und Suppe schöpfen? Wie lachhaft. Durch seine Anwälte und Aerzte würde er davon aus gesundheitlichen Gründen selbstverständlich umgehend suspendiert. Warum wurde er eigentlicht nicht dazu verurteilt, seine Steuerhinterziehung, bzw. -schuld zurück zu erstatten? Somit hätte er wenigstens einmal in seinem Leben "seinem" Land Gerechtes getan.
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  • Kommentar von Alexander Moser, Interlaken
    Ein kluger Schachzug? An vielen Orten wäre er als solch bekannte und umstrittene Persönlichkeit wohl gefährdet. Mich würde nicht wundern, wenn er am Ende gar nie Sozialdienst leisten muss - und wenn dann vielleicht in einem Altersheim, wo er die Zeit dazu nutzen kann, neue Wähler von seinem politischen Programm zu überzeugen! :-)
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