Bessere Zellen für Greenpeace-Aktivisten? Gericht sagt Njet!

Die Haftbedingungen der in Russland festgehaltenen Greenpeace-Aktivisten sollen düster sein: Ungeheizte Zellen, Videoüberwachung und fehlendes Trinkwasser. Doch eine erste Beschwerde gegen die Zustände in der Untersuchungshaft ist von einem Gericht abgeschmettert worden.

Ein Greenpeace-Aktivist beim Transport vor das Gericht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Haftbedingungen in Russland sind für die Umweltschützer eine Zumutung. Keystone/archiv

Nach dem Greenpeace-Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis hat ein russisches Gericht eine erste Beschwerde gegen die Untersuchungshaft der Aktivisten abgelehnt. Die russische Ärztin Jekaterina Saspa müsse damit bis Ende November hinter Gittern bleiben, entschied das Gericht in der Stadt Murmansk. Das teilte Greenpeace auf Twitter mit.

Die Umweltorganisation hatte auch gegen die 2-monatige Untersuchungshaft von 27 weiteren Besatzungsmitgliedern des Aktionsschiffs «Arctic Sunrise» sowie zwei Reportern Beschwerde eingelegt.

Bis zu 15 Jahre Haft möglich

Die Greenpeace-Aktivisten beklagen sich, in mehreren Zellen sei es zu kalt, die Toiletten seien mit Videokameras überwacht und nicht alle Häftlinge hätten Zugang zu Trinkwasser.

28 Aktivisten aus fast 20 Staaten sowie die Reporter sitzen seit etwa zwei Wochen hinter Gittern. Sie sind wegen bandenmässiger Piraterie angeklagt. Ihnen drohen je bis zu 15 Jahre Haft.