Blutiger Anschlag in Kabul vor Beratungen mit USA

Wenige Tage vor den afghanischen Beratungen über ein Sicherheitsabkommen mit den USA hat sich ein Selbstmordattentäter in Kabul in die Luft gesprengt. Dabei wurden mindestens zehn Menschen getötet und 13 weitere verletzt.

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Anschlag in Kabul

0:25 min, aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 16.11.2013

Der Mann rammte mit einem Lastwagen voller Sprengstoff ein Militärfahrzeug. Dies teilte die Polizei mit.

Der Anschlag erfolgte im Westen der Stadt etwa 500 Meter von dem Gebäude entfernt, wo die Delegierten der afghanischen Stammesversammlung am 21. November über einen Vertrag mit Washington beraten.

Der Attentäter habe einer Kontrolle an einem Polizeiposten entkommen wollen, hiess es im Verteidigungsministerium. Vor der Explosion hätten Polizisten bereits das Feuer auf sein Fahrzeug eröffnet.

Beratungen über künftigen Status der US-Truppen

Zur Grossen Ratsversammlung (Loja Dschirga) werden 2500 Stammesälteste, Gelehrte, Mullahs und einflussreiche Persönlichkeiten aus 34 Provinzen erwartet.

Sie soll unter anderem über Washingtons Forderung nach juristischer Immunität der in Afghanistan eingesetzten US-Soldaten entscheiden. Das Abkommen ist Voraussetzung für eine Stationierung ausländischer Truppen in dem Land über 2014 hinaus.