Brutale Vergewaltigung: Jetzt sollen die Strafen härter werden

Lebenslänglich soll wirklich lebenslänglich sein. Das will eine indische Regierungskommission. Denn heute sieht die Realität ganz anders aus.

5 Männer stehen seit Montag vor Gericht. Sie hatten Mitte Dezember eine 23jährige Studentin in einem Bus brutal vergewaltigt. Die junge Frau starb Ende Dezember an ihren schweren Verletzungen.

Frauen protestieren, am Boden sitzend, mit Transparenten in den Händen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: 10 Jahre statt lebenslang: Bisher ging das in Indien. Nun soll es anders werden. Keystone

Den mutmasslichen Tätern wird Vergewaltigung und Mord vorgeworfen. Theoretisch droht ihnen die Todesstrafe. Verhängt wird sie heute aber nur noch selten.

Auch bei lebenslangen Strafen konnten die Täter hoffen. Nicht selten wurde eine solche Strafe auf 10 bis 14 Jahre reduziert. Über einen sechsten minderjährigen Verdächtigen wird ein Jugendgericht urteilen.

Lebenslang soll lebenslang bedeuten

Mit solch verhältnismässig milden Strafen soll nun Schluss sein. Eine Regierungskommission, die nach der brutalen Tat eingesetzt worden war, hat heute erste Ergebnisse vorgestellt.

Die Strafen sollen höher ausfallen. Das Ausziehen einer Frau gegen deren Willen sowie Voyeurismus: Bis zu sieben Jahren Haft. Stalking: Maximal drei Jahre Haft. Eine Frau unsittlich berühren: Bis zu vier Jahre Gefängnis. Und bei lebenslangen Strafen sollen Verurteilte nie mehr freikommen.