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International Cameron bei der BBC: Brexit als wirtschaftliches Damoklesschwert

Der britische Premierminister bleibt auch bei seinem dritten TV-Auftritt seiner Argumentation treu: Grossbritanniens Wirtschaft würde durch einen Brexit schrumpfen, dadurch gäbe es weniger Arbeitsplätze und weniger Steuereinnahmen.

Der britische Premierminister David Cameron mit dem BBC-Moderator David Dimbleby.
Legende: Der britische Premierminister David Cameron mit dem BBC-Moderator David Dimbleby. Keystone

Der britische Premierminister David Cameron hat sich am Sonntagabend im BBC-Fernsehen den Fragen eines Studiopublikums gestellt. Rund 45 Minuten beantwortete er die Fragen von Zuschauern und Moderator David Dimbleby.

Bekannte Themen

Bei den Fragen ging es um die Themen Wirtschaft und Migration. Camerons Argumentation blieb jedoch stets dieselbe: Grossbritanniens Wirtschaft würde durch einen Brexit schrumpfen, dadurch gäbe es weniger Arbeitsplätze und weniger Steuereinnahmen.

Moderator Dimbleby versuchte Cameron mit Fragen zur Migration in Bedrängnis zu bringen – Cameron blieb mit seinen Antworten bei der Wirtschaft und appellierte an den gesunden Menschenverstand: Der Internationale Währungsfonds, die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), die Bank of England, alle kämen sie zu dem gleichen Schluss – ein Brexit sei schlecht für Grossbritanniens Ökonomie.

Cameron liess sich nicht aufs Glatteis führen

Nur wenige Tage nach dem Mord an der Labour-Abgeordneten Jo Cox spielte auch die Brexit-Debatte selbst eine Rolle. Hat das EU-Referendum – angesichts des Mords an Cox – die Debattenkultur in Grossbritannien vergiftet? Diese Frage stellte ein Mann aus dem Publikum gleich zu Beginn.

Cameron hätte das zum Anlass nehmen können, die Gegenseite in der Debatte um das EU-Referendum anzugreifen. Doch auf dieses Glatteis liess sich der Premierminister nicht führen. Zu gross war die Gefahr, sich den Vorwurf einzufangen, den Tod der 41-Jährigen politisch ausnutzen zu wollen.

Verbleib zu 72 Prozent

Die Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU wird dem britischen Wettanbieter Betfair zufolge von Buchmachern neu auf 72 Prozent taxiert (nach 65 Prozent am Freitag).

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18 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Die Briten haben die grosse Chance, das "Hamsterrad" der Globalisierung +des Wirtschaftswachstums anzuhalten. Dass die Globalisierung von den "Welt-Wirtschaftführern" angetrieben wird sollte heute klar sein. Man will die Menschen durch Roboter ersetzen oder auf den Mars fliegen. Das sind doch gleiche Hirngespinster, wie die Bank-Manager hatten, bevor alle bankrott gingen.Kein vernünftiger Mensch +kein vernünftiges Volk würde solche "Zerstörungen" unterstützen. Grüne, Bauern, Menschen erwachet!
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  • Kommentar von Otto Murbach (OttoMurbach)
    Alles ist immer nur aufs Geld und momentane Wohlstands-Erhaltung und Verteidigung ausgerichtet. Freiheit und Selbstbestimmung wird sträflich vernachlässigt. Aber die Sinuskurve auf dessen Höhenflug momentan geschwommen wird, geht unweigerlich auch wieder nach unten oder sie ist schon im Sinkflug und darum diese Angstmacherei.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Mit oder ohne EU, es wird immer was zu meckern geben. Die EU ist jedenfalls die beste Lösung, keine Rückkehr mehr zu den Katastrophen wie vor 1945. Wer gegen die Existenz der EU ist, ist ein Ignorant. Ist so, wie wenn der Esel aufs Eis tanzen geht. Die Briten traten 1975 per Volksabstimmung der EG bei, als sie wirtschaftlich am Boden lagen. Unter EG und EU sind sie ein wirtschaftlich starkes Land geworden und da gibt es schwachsinnige Ignoranten, die wieder die Rolle rückwärts riskieren wollen.
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