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International Castro feiert 90. Geburtstag öffentlich

Der Guerillero und Staatsmann ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Weltpolitik. Aus der aktiven Staatsführung hat er sich schon lange zurückgezogen. An seinem Ehrentag tritt er noch einmal ins Rampenlicht.

Legende: Video Seltener öffentlicher Auftritt zum 90. Geburtstag abspielen. Laufzeit 01:54 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.08.2016.

An seinem 90. Geburtstag hat sich der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro erstmals seit vier Monaten wieder in der Öffentlichkeit gezeigt.

Auftritt im Karl-Marx-Theater

Der frühere Präsident des sozialistischen Karibikstaats kam am Samstag gemeinsam mit seinem Bruder und Nachfolger Raúl Castro sowie dem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro zu einer Kultur-Gala ins Karl-Marx-Theater in Havanna. Die rund 5000 Gäste skandierten «Fidel, Fidel».

Castro sah sich eine Tanz- und Gesangsdarbietung einer Kindergruppe an. Auch der Sänger Omara Portuondo vom Buena Vista Social Club trat auf. Am Ende sangen die Kinder Castro ein Geburtstagsständchen.

Auch Putin gratuliert

Zuletzt war der legendäre sowie umstrittene Revolutionsführer im April beim Parteitag der Kommunistischen Partei öffentlich in Erscheinung getreten. «Wir alle kommen an die Reihe», sagte er damals und rührte einige Delegierten damit zu Tränen. «Vielleicht ist es eines der letzten Male, dass ich in diesem Saal spreche.»

Nun gratulierten Verbündete und politische Weggefährten Castro zum Geburtstag. Russlands Präsident Wladimir Putin telefonierte am Samstag mit dem früheren Staatschef der sozialistischen Karibikinsel und betonte die enge Verbindung der beiden Länder. Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega sagte, Castro habe sein ganzes Leben für Frieden und Gerechtigkeit gekämpft.

Die kubanische Revolution ist die Mutter der Revolution in Lateinamerika
Autor: Evo MoralesPräsident Boliviens

Boliviens Präsident Evo Morales strich Castros Verdienst um die ganze Region heraus. «Die kubanische Revolution ist die Mutter der Revolution in Lateinamerika», schrieb er auf Twitter. «Ich bin dankbar für all die Zeichen des Respekts, die Grüsse und Geschenke, die ich in diesen Tag erhalten habe», schrieb Castro in einem in der Parteizeitung «Granma» veröffentlichten Artikel. «Das gibt mir die Kraft, mit Ideen zu antworten, die ich an die Mitglieder unserer Partei und nahe stehenden Organisationen übermitteln werde.»

Rückzug nach Operation

Castro war offiziellen Angaben zufolge am 13. August 1926 in dem Ort Birán im Osten Kubas als unehelicher Sohn eines spanischstämmigen Grossgrundbesitzers und dessen Hausangestellter zur Welt gekommen. Mit einer Guerillatruppe stürzte er den Diktator Fulgencio Batista und stand dann jahrzehntelang an der Spitze der sozialistischen Regierung.

Nach einer komplizierten Operation 2006 zog er sich aus der Politik zurück und übergab die Macht an seinen Bruder Raúl Castro.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Castro's & Co Morde sind leider vergessen und verjährt. Die Zeit heilt wiedermal alle Übel. Nur die Nachkommen der Mordopfer weinen noch heute, angesichts der Verherrlichung des brutalen Diktators anlässlich seines Geburtstages.
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  • Kommentar von Fadri Pitsch (FP)
    Es ist für mich unverständlich, dass das Vergessen der Verbrechen so schnell vergessen wird. Was die Fam. Castro aber auch Che Mitmenschen angetan haben, wurde nie Gerichtlich verfolgt. Russland und China hat Cuba vor dem Ruin immer wieder gerettet. Die USA hat sich aber auch viel Schuld auf sich geladen. Es wird nun aber noch eine schlimmere Zeit folgen, weil USA Cuba ausplündern wird. Schade war die Revolution für gar nichts. Es wird gut sein wenn die Geschichte neu geschrieben werden wird.
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  • Kommentar von Sebastian Frey (Sebastian Frey)
    In 21 Schweizer und 20 Deutschen Städten wird zZt durch eine Spendenfinanzierte Aktion mit Großplakaten Fidel Castro ebenfalls zum 90zigsten gratuliert.
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    1. Antwort von Edi Steinlin (stoni)
      Das ist ja ein Wahnsinn, das sind einmal mehr linke und grüne, diese Leute sehen nur die Verbrechen der Nationalsozialisten, die der Kommunisten nicht.
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