Chef des IS-Ablegers auf der Sinai-Halbinsel angeblich getötet

Der Anführer der Sinai-Brigade der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll nach Angaben des ägyptischen Militärs bei einem Luftangriff ums Leben gekommen sein. Mit ihm seien 45 weitere, teils hochrangige Mitglieder getötet worden.

Polizeiposten in Rauch nach einem Bombenanschlag im Norden der Sinai-Halbinsel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der IS-Ableger verübte auf der Sinai-Halbinsel seit 2013 Anschläge, wie hier 2015 auf eine Polizeistation. (Archivbild) Keystone

Die ägyptische Armee hat nach eigenen Angaben den Chef der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf der Sinai-Halbinsel getötet. Abu Duaa al-Ansari sei bei Luftangriffen nahe der Stadt Al-Arisch getötet worden, meldete die Armee auf ihrer Facebook-Seite.

Unter weiteren Getöteten seien mehrere hochrangige Mitglieder der Gruppe gewesen sein, die sich selbst Provinz Sinai des IS nennt. Insgesamt sollen bei dem Angriff mehr als 45 Kämpfer des ägyptischen Ablegers des IS ums Leben gekommen sein.

Gruppe bekannte sich zum Absturz eines russischen Flugzeugs

Seit Ausbruch eines dschihadistischen Aufstands auf der Halbinsel im Jahr 2013 wurden bereits hunderte ägyptische Polizisten und Soldaten getötet.

Die Gruppe hatte sich auch dazu bekannt, eine Bombe in einem russischen Flugzeug platziert zu haben, bei dessen Absturz am 31. Oktober auf dem Sinai alle 224 Insassen getötet wurden.