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International Computerexperte soll NSA führen

Der künftige Chef des umstrittenen US-Geheimdienstes NSA soll nach dem Willen von US-Präsident Obama wieder ein ranghoher Militär werden. Michael Rogers gilt als Experte für Computersicherheit. Bürgerrechtler hätten sich einen Zivilisten gewünscht.

Ein Mann redet
Legende: Als neuer NSA-Chef in schwieriger Zeit nominiert: Michael Rogers. Reuters

US-Präsident Barack Obama hat den Vizeadmiral der Marine, Michael Rogers, als neuen Chef des umstrittenen Geheimdienstes NSA nominiert. Der 53-Jährige solle auch das Cyber Command anführen, also das Spezialkommando der Streitkräfte für digitale Kriegsführung, teilte Verteidigungsminister Chuck Hagel mit.

Amtswechsel im März

Im Falle seiner Bestätigung durch den Senat würde Rogers auf beiden Posten Nachfolger von Keith Alexander werden, der am 14. März in den Ruhestand geht. Rogers gilt seit längerem als Favorit bei der Nachfolgersuche. Der ausgebildete Kryptologe hat eine 30-jährige Karriere beim US-Militär hinter sich und ist ein Fachmann für Informationssicherheit.

«Dies ist eine kritische Zeit für die NSA und Vizeadmiral Rogers würde eine beträchtliche und einzigartige Qualifikation für diese Position mitbringen», erklärte Hagel. Das gelte auch für die Umsetzung der Reformen für die NSA, die Obama jüngst anordnete. Rogers habe als Kommandant der Zehnten Flotte und des Cyberkommandos der Navy bereits Führungsstärke und grossen Sachverstand bewiesen. «Ich bin zuversichtlich, dass (er) die Weisheit besitzt, die Ansprüche der Sicherheit, Privatsphäre und Freiheit im digitalen Zeitalter in Einklang zu bringen», sagte Hagel.

Kommission bevorzugte Zivilisten im Chefsessel

Die NSA macht Negativschlagzeilen, seit ihr ehemaliger Mitarbeiter Edward Snowden interne Dokumente öffentlich machte. Diese belegten, wie die Spionagebehörde weltweit millionenfach Telefonatdaten sammelt, E-Mails mitliest und Regierungschefs ausspähte.

Bürgerrechtler und eine Expertenkommission hätten sich einen Zivilisten an der NSA-Spitze gewünscht.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Eigentlich eine riesen Schau. Es ist doch wie im zweiten Weltkrieg. Alle anderen haben schon vor dem Krieg hochspezialisierte, gut ausgebildete Scharfschützen. Am Ende des Krieges kommen die Amerikaner dazu, schrauben einem normalen Soldaten ein Zielfernrohr auf und sagen: "So, und du bisch jetzt ou Snipera!" Ungefähr so läuft das heute auch. Nun kommen anfangs die Amis dazu, kaufen sich ein paar tausend Wallmarkt-Computer und sagen: "So, wir hab'n jetzt ou NSA!"
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    1. Antwort von Mike Jader, London
      Was? Dir ist schon klar dass die NSA ein Organ der US-Regierung ist?
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  • Kommentar von A. Huber, Basel
    «Ich bin zuversichtlich, dass (er) die Weisheit besitzt, die Ansprüche der Sicherheit, Privatsphäre und Freiheit im digitalen Zeitalter in Einklang zu bringen»: Lüge! Obama holt sich hier einen Fachspezialisten an Bord, der den US-Traum der global totalitären USA verwirklichen will. Privatsphäre und Freiheiten der Menschen auf dieser Welt sind Obama nur lästig - sie be-/verhindern die Umsetzung des globalen Machtanspruchs der USA! Wenn er kann, versklavt er uns alle! Den e-Junkies ist' s egal...
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    1. Antwort von B. Switcher, Neuland
      Dann sollte er sich beeilen, er hat nur noch 2 Jahre :). Mir stinkst nur das, dass offenbar ein Angriff auf andere Länder ist, die das nicht mal ansatzweise krazt.
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