Zum Inhalt springen

International Cruz und Sanders triumphieren in Wisconsin

Der Favorit der Republikaner, Donald Trump, muss bei den Vorwahlen in Wisconsin eine Niederlage einstecken. Was sagt das über seine weiteren Chancen aus?

Legende:
Ergebnisse der US-Vorwahlen (Stand 6. April 2016) Bei den Republikanern (Rot) werden 1237 Delegiertenstimmen benötigt, um als Kandidat nominiert zu werden. Bei den Demokraten (Blau) sind es 2383. washingtonpost.com

Ted Cruz für die Republikaner und Bernie Sanders für die Demokraten haben die Vorwahlen im US-Bundesstaat Wisconsin laut US-Sendern deutlich für sich entschieden.

Legende: Video «Cruz und Sanders gewinnen in Wisconsin» abspielen. Laufzeit 0:40 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 06.04.2016.

Cruz fügte Donald Trump damit eine empfindliche Niederlage zu: Der Senator von Texas lag nach Auszählung aller Stimmen mit 48 Prozent rund 13 Punkte vor dem Milliardär. Sanders gewann ebenfalls deutlich gegen Ex-Aussenministerin Hillary Clinton: Er führte mit rund 56 zu 43 Prozent vor Hillary Clinton.

Die Vorwahl in Wisconsin sollte bei den Republikanern Aufschluss darüber geben, ob Trumps andauernde Triumphe gestoppt werden können. John Kasich, dritter Bewerber der Republikaner und Gouverneur in Ohio, lag in der Auszählung mit rund 14 Prozent weit abgeschlagen hinter Cruz und Trump.

Entscheidung in Cleveland wahrscheinlicher

Die Schlappe in Wisconsin erschwert es Trump deutlich, vor der entscheidenden Parteiversammlung in Cleveland (US-Staat Ohio) die nötigen 1237 Delegierten zu sammeln. Eine Kampfabstimmung im Juli wird damit immer wahrscheinlicher, denn auch sein Konkurrent Cruz wird vorher keine Mehrheit der Delegierten erreichen können.

Wer hat bisher welche Vorwahl gewonnen?

Republikaner:

Donald Trump
Alabama, Arizona, Arkansas, Florida, Georgia, Hawaii, Illinois, Kentucky, Louisiana, Marianen (US-Aussengebiet), Massachusetts, Michigan, Mississippi, Nevada, New Hampshire, North Carolina, South Carolina, Tennessee, Vermont, Virginia
Ted Cruz
Alaska, Colorado, Kansas, Idaho, Iowa, Maine, Oklahoma, Texas, Utah, Wisconsin, Wyoming
Marco Rubio (ausgeschieden)Minnesota, Puerto Rico (US-Aussengebiet), Washington DC
John Kasich
Ohio
Demokraten:

Hillary ClintonAlabama, Arizona, Arkansas, Amerikanisch Samoa (US-Aussengebiet), Florida, Georgia, Illinois, Iowa, Louisiana, Marianen (US-Aussengebiet), Massachusetts, Mississippi, Nevada, North Carolina, Ohio, Samoa (US-Aussengebiet), South Carolina, Tennessee, Texas, Virginia
Bernie Sanders Alaska, Colorado, Hawaii, Kansas, Idaho, Maine, Michigan, Minnesota, Nebraska, New Hampshire, Oklahoma, Utah, Vermont, Washington, Wisconsin, Wyoming

Stand 10. April 2016

Cruz zeigte sich nach seinem Erfolg siegesbewusst: «Entweder noch vor Cleveland oder spätestens am Parteitag in Cleveland werden wir die Mehrheit der Delegiertenstimmen gewinnen. Und zusammen werden wir Hillary Clinton im November schlagen», so Cruz.

Clinton bleibt Favoritin bei den Demokraten

Bei den Demokraten ändert die Niederlage Clintons an ihrer Favoritenrolle insgesamt wenig. Wisconsin ist allerdings ihre sechste Vorwahl-Schlappe in Folge. Konkurrent Sanders hofft, daraus Profit zu ziehen.

Wisconsin war der einzige US-Staat, in dem am Dienstag Vorwahlen abgehalten wurden. Der Staat hat 5,7 Millionen Einwohner und liegt nördlich von Chicago am Lake Michigan.

3 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Stefan Pfister (Stefan Pfister)
    Die USA simulieren in Hochrechnungen Präsidentschaftsduelle. Sanders lässt in dieser Simulation sowohl Trump als auch Cruz deutlich hinter sich. Clinton kann Trump schlagen, aber nicht Cruz. So die Momentaufnahme. Clinton kann sich also einen Kandidaten Trump nur wünschen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Stefan Pfister (Stefan Pfister)
    Ted Cruz ist noch radikaler als Donald Trump, auch wenn er sich nicht so vulgär äussert. Und im Gegensatz zu Trump hat Cruz gute Chancen, gegen Hillary Clinton zu gewinnen. Keine guten Aussichten. Bei allem Verständnis für Kritik am amerikanischen Establishment, aber mit den Radikalinskis der Tea Party wird es nicht besser, sondern schlechter.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Kim Hansson (Freddy Tobler)
    Die Rede von Bernie Sanders macht Mut! Auf YouTube zu finden: Bernie Sanders Wisconsin Victory Speech...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen